00:00:00: Ich durfte bei der ABB viele Stationen durchlaufen.
00:00:03: Und gerade international war es toll zu sehen, wie viele Frauen es in der Führung gibt und welchen Einfluss diese haben.
00:00:09: Gerade in China ist mir dies sehr positiv aufgefallen.
00:00:12: Für mich ist es wichtig die Personen anhand der Stärken einzusetzen und auf die Anforderungen zu schauen.
00:00:18: Diversität ist für mich auch hier ein zentrales
00:00:20: Thema.
00:00:25: Was macht man in einem bestimmten Job?
00:00:29: Wie wird man fit für die Arbeitswelt?
00:00:34: Wie baut man eine internationale Karriere auf, ohne dabei das eigene Privatleben aus dem Blick zu verlieren?
00:00:41: Herzlich Willkommen zu Career to Go, dem Karriere-Podcast von Study Drive.
00:00:46: Mein Name ist Konstanze Mariteschner.
00:00:49: In dieser Folge von Career To Go spreche ich mit Carina Rüdenklau von ABB über ihren Karrierenweg der mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau begann und sie über verschiedene internationale Stationen bis zu einer Führungsposition gebracht hat.
00:01:05: Heute arbeitet sie nämlich als Business Excellence Managerin im Bereich Electrification Smart Buildings.
00:01:14: Wir sprechen darüber, wie sie sich bei ABB weiterentwickelt hat.
00:01:18: Warum Netzwerken für ihrem beruflichen Weg ein entscheidender Faktor war und wie Talentprogramme und Mentorinnen neue Möglichkeiten eröffnen können?
00:01:28: Außerdem geht es um ehrenamtliches Engagement, Frauen in Führungspositionen und um die Frage was gute Führungen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg ausmacht!
00:01:38: Herzlich Willkommen Carina.
00:01:40: Hallo Constanze ich freue mich auf unsere Session.
00:01:44: Ich freue mich auch sehr, bevor wir da einsteigen und ich dich mit diesen dutzenden Fragen löchern darf.
00:01:49: Möchte ich, dass wir uns ein bisschen kennenlernen?
00:01:51: Dass wir uns warm machen – Mit unserer Rubrik zum Kennen lernen!
00:01:56: Die fantastischen Vier.
00:01:57: bist du
00:01:58: bereit?!
00:01:59: Ich bin bereit!
00:02:01: Schottkat Welchen kleinen Hack nutzt Du regelmäßig der Deinen Arbeitsalltag deutlich leichter macht?
00:02:10: Abby ist unsere ABB-Internet Gemini.ie Lösung, mein Coach, mein E-Mailverbesserer und Brainstormingpartner.
00:02:18: Fades forward!
00:02:19: Aus welchem beruflichen Fehler hast du besonders viel gelernt?
00:02:24: Mit viel zu vielen Emissionen und Druck bei einer großen Entscheidung agiert.
00:02:29: Beruflich kann man erfolgsorientiert und ein Aktivator sein – auch ohne das.
00:02:33: Weniger persönlich nehmen und gerade in kritischen Situationen Zeit dem stattzureagieren ist eine Führungsqualität die ich, wenn auch erst über Zeit und Erfahrungen gelernt habe.
00:02:43: Mutprobe!
00:02:44: Wann hast du beruflich zuletzt deine Komfortzone verlassen?
00:02:49: Das ist ja erst kürzlich her – im Mai zwanzig sechsundzwanzig durfte ich eine misslungende Logistik-Systemeinführung als Taskforce leiten.
00:02:57: Ohne große Überlegen hab' ich gesagt, jupp, ich mach
00:03:00: das!".
00:03:01: Einsatz am gleichen Tag.
00:03:02: Hundert Personen in der Logistik, die mangelts Systemsupport nur noch zehn Prozent der Output-Leistung erreichen konnten.
00:03:08: Krass!
00:03:08: Viele Kunden, die auf ihre Produktlieferungen warteten, Konflikte zwischen Operations und IT in Bezug auf die fehlgeschlagenen Implementierung – alle Augen auf dem Standort egal ob lokales oder globales Management.
00:03:21: Ein gemeinsamer Kraftakt mit dem Team.
00:03:23: Aber ich kann dennoch sagen, wir haben es erfolgreich gemeistert!
00:03:26: Das System wiederhergestellt, rückständige Lieferungen aufgeholt und ich konnte zeigen wie stark das Team ist und welchen Zusammenhalt es hat.
00:03:34: Plot Twist – welche berufliche Entscheidung hat sich im Nachhinein als viel wichtiger rausgestellt, als du es zunächst gedacht hast?
00:03:42: Hey, du challenged mich ganz schön.
00:03:44: Also ich würde sagen nach neun Jahren vom alten Arbeitgeber hin zur ABB Umzug von Deutschland in die Schweiz und ich dachte mir gleiche Themen jetzt halt bei einer anderen Firma.
00:03:55: aber das war das Tor zur Reise zu mir und dem was ich wirklich möchte
00:04:00: Vielen Dank, dass wir dich jetzt hier in diesem kleinen Intro, in diesen kleinen Spielen dieser kleine Rubrik etwas kennenlernen durften und auch schon erfahren durften mit welchen Herausforderungen du dich so beschäftigst.
00:04:12: Wir müssen aber noch mal einen Schritt zurückmachen.
00:04:14: Beschreibe mir bitte deine Entwicklung bei ABB.
00:04:18: Gab es da Entscheidungen oder Wendepunkte die für deine Entwicklung besonders wichtig waren?
00:04:25: Okay, dann arbeiten wir uns mal an die wichtigsten Punkte hindurch.
00:04:29: Du unterbrichst mich wenn ich zu lang bin aber ich versuche es mal auf die Fakten beizubehalten.
00:04:34: insgesamt bin ich nun fünfzehn Jahre bei der ABB und ich habe im Prinzip meine Rolle alle drei bis vier gewechselt und bin daran gewachsen manchmal aufeinanderaufbaut manchmal in einen komplett anderen Bereich Aber ich würde sagen Ich konnte immer was lernen.
00:04:48: heute arbeite ich für die Division Electrification Smart Building Und Im Prinzip hab' ich zwei Rollen Business Excellence, der Business Line Energy Distribution und ich leite die Funktion Planning and Fulfillment innerhalb von der Division.
00:05:02: Mein Werdegang lässt sich in vier Bereiche unterteilen – dem ersten vom alten Arbeitgeber hin zur ABB Auch nach neun Jahren beim vorhergehenden Arbeitgeber, viele bedeutende Projekte, Visibilität im Management gab es keine Möglichkeit für eine Führungsrolle.
00:05:18: Frauenentführung Mangelware.
00:05:20: Auf einer Konferenz in Berlin traf ich einen Verbrickleiter der ABB.
00:05:23: Nach kurzer Verhandlung und dem Fakt dass ABB Schweiz von einer Frau geleitet wurde, traf mich meine Entscheidung Ich wechsel den Job Und ich ging für ABB in die Schweiz.
00:05:32: Fun Fact Mein erster Arbeitstag war ein Firmausflug mit der kompletten Gruppe auf einen Erlebnisbauanruf.
00:05:38: Das Bullriding mit meinen neuen Kollegen sollte meine spannende Reise bei der ABB definitiv einleuten!
00:05:45: Drei Jahre war ich im Bereich High Voltage, im Bereich Continuous Improvement-Tätik.
00:05:49: Gute Projekte – ein internationales Team ließen mich wachsen und mittels Talent Development Assessment zum ersten Mal der konkrete Ausblick und Aktion in meiner erste Führungsrolle.
00:06:00: Endlich!
00:06:01: Allerdings dann nicht im Bereich High Voltage.
00:06:04: Dort war die Führungsspanne gedeckt und eine Rolle mittelfristig nicht in Sicht.
00:06:08: Da ich die drei Jahre nutzte, ein Netzwerk aller Logistikleiter in der Schweiz aufzubauen hatte ich Glück!
00:06:14: Denn in einem anderen Standort wurde ein Teamleiter gesucht und durch das Netzwerk wurde dies bekannt und ich bekam die Möglichkeit.
00:06:22: Dann zum zweiten Step.
00:06:23: Ich ging weg von High Voltage, der im übrigen aktuell jetzt Hitachi Energy ist und nicht mehr ABB hin zur ABB Motion ein anderer Standort andere Kollegen neue Aufgaben im Supply Chain Management mein erstes Team einen Mix aus Berufseinsteigern Professionals Studenten und trainees insgesamt immer vier bis sechs Personen.
00:06:43: eine tolle Möglichkeit Führung zu lernen sich gemeinsam auszuprobieren und zu wachsen.
00:06:48: noch heute bin ich mit den Kollegen vernetzt Und das macht wirklich Spaß, dass zu sehen.
00:06:53: Durch die Aufgaben der Bestandsreduzierung – twenty-fünf Prozent in zwei Jahren wurde dann aus meinem lokalen Job ein Globaler.
00:06:59: Doch dann der erste Einschnitt!
00:07:01: Die Organisation wurde geändert und der Bereich für den ich arbeiten sollte, wurde in eine andere ABB Business Area überführt.
00:07:09: Die Worte meines Chefs waren Einprägsam.
00:07:11: Karina, In drei Monaten gibt es dein Job nicht mehr?
00:07:14: aktiviere dein Netzwerk.
00:07:16: und das ganze noch vier Wochen von meiner achtwöchigen Reise vor Neuseeland.
00:07:20: Ein Schock, aber dann auch viel Hoffnung!
00:07:22: Nicht nur ich aktivierte mein Netzwerk – Das Netzwerk tat es für mich.
00:07:26: Und damit das Gefühl, dass wird schon.
00:07:29: Bis zur Neuseelandreise habe ich zwar nicht geschafft alles unter Dach und Fach zu bringen, aber nachdem ich durch Zufall einen China-Reiseführer im Urlaub gefunden hatte war irgendwie klar wo es jetzt als nächstes für mich hingeht.
00:07:40: Lass mich raten!
00:07:42: Du darfst raten.
00:07:43: Nach
00:07:45: China?
00:07:46: Okay, dritter Part auf nach China mit der Business Area Electrification das Ganze mit dem Partner abstimmen.
00:07:52: Der kündigte für mich seinen Job und kam mit.
00:07:55: Wir haben vorher noch geheiratet Und dann haben wir fast vier beruflich uns sehr privatspannende und lehrreiche Jahre in China verbracht.
00:08:02: Ich war berufliche viel unterwegs In China im Nahen Osten in Asien in Indien.
00:08:07: Auch privat haben wir das Land und die Leute intensiv kennengelernt.
00:08:11: Nach drei Jahren kam aber auch dann die Überlegung, wie es insgesamt weitergeht – nicht nur für mich, sondern auch für meinen Partner!
00:08:17: Also der Weg zurück.
00:08:18: Kontakte zu Kollegen aufnehmen, Möglichkeiten prüfen.
00:08:22: Die kamen.
00:08:23: Vertrag unterschreiben alles parat.
00:08:25: Doch dann eine weitere Organisationsänderung.
00:08:28: Auch diese Worte meines damaligen Chefs bleiben nachhaltig in meinem Kopf Karina aktiviere dein Netzwerk.
00:08:34: Ich würde gern mit dir weiterarbeiten, aber in vier Wochen wird es weder dein noch meinen Job geben.
00:08:39: Es tut mir wirklich leid.
00:08:41: Sag mir wie ich dir helfen
00:08:42: kann.".
00:08:43: Ein Schock!
00:08:44: Alles geplant alles unterschrieben und so schnell zunächte.
00:08:49: Die Kollegen in China haben hervorragend reagiert muss ich sagen Karina du bleibst einfach so lange bei uns bis das geklärt ist und du neuen Job hast.
00:08:56: Du machst ein super Job bleibt bei uns Und das war das was ich brauchte.
00:09:01: Das brachte Erleichterung die auch dazu verhalft, schnell andere Möglichkeiten zu bekommen.
00:09:06: Mein Jobinterview für die Position in Heidelberg fand damals in der transibirischen Eisenbahn statt – per Händen!
00:09:12: Ohne Video mit schlechtem Empfang aus der Bahn für eine Stelle für Planning and Fulfillment und nur sechs Monate später kam dann der Unzug nach Deutschland.
00:09:20: nächste Station Heidelberg Electrification Smart Building.
00:09:23: Und damit kommen wir schon zum letzten Abschnitt nämlich mal meiner Arbeit in Heideberg Zurück im Bereich Planung und Steuerung, Leitung über drei Standorte international.
00:09:33: in tolles Team wurde nach neun Monaten unser Bereich mit einem anderen zusammengelegt.
00:09:38: Und ich hatte die Wahl was anderes suchen oder auf die eigene nun aber größere Stelle zu bewerben.
00:09:43: das tat sich dann auch und ich bekam den Job.
00:09:46: Nach einem weiteren halben Jahr wurde aus diesem Job durch meine Leistungen im Bereich planung und steuerung Die leitung der gesamten division.
00:09:53: Und nach fünf Jahren in diesem Job kam im letzten Jahr dann die Förderung in die Funktion Business Excellence.
00:09:59: Und somit leite ich neben Planning und Fulfillment oder Planung und Steuerungen auch die Bereiche Health and Safety, Qualität, Continuous Improvement, Neuproduktentwicklung und die globale Kapazitäts- und Maschinenplanung für den Bereich Energy Distribution – ein toller Job!
00:10:15: Und schon sind wir hier.
00:10:16: Fünfzehn Jahre ABB.
00:10:17: Ein spannendes und für mich positives Auf- und Ab.
00:10:21: Und bis dato kann ich sagen, die ABB ist international divers.
00:10:25: Wenn sich eine Tür schließt und du möchtest, geht mindestens eine andere Tür dafür auf!
00:10:31: Vielen Dank, dass du uns hier mitgenommen hast auf deine Reise und auch so ein bisschen in dieses Wechselbad der Gefühle.
00:10:36: Das gab ja wirklich viele aufs und ab's!
00:10:39: Und Du hast sich da immer wieder selbst erfinden müssen die neuen Möglichkeiten anerkennen sehen und ergreifen.
00:10:47: also ich war wirklich richtig gepackt gerade von diesen Beschreibungen und gleichermaßen beeindruckt.
00:10:54: Eins hast du uns allerdings verschwiegen Ich weiß das aus unserem Vorgespräch dieser wilden Reise auch noch berufsbegleitend einen Master absolviert.
00:11:05: Wie hat sich denn diese Entscheidung auf dein Privatleben ausgewirkt?
00:11:09: Du hast es ja gerade auch schon mit geschildert, dass es natürlich das eine mit dem anderen Hand in Hand gehen muss!
00:11:17: Wie schaffst du es da auch, eine gute Balance zu finden zwischen beruflicher Weiterentwicklung und eben auch deiner Person den persönlichen Bedürfnissen?
00:11:27: Danke, dass du mich dran erinnerst.
00:11:28: Stimmt!
00:11:28: Auf diesem Ausbildungsweg sind wir gar nicht eingegangen.
00:11:32: Also für mich war es schon immer sehr wichtig, Theorie und Praxis zu verbinden.
00:11:36: Bereits meinen Bachelor habe ich als duales Studium durchgeführt.
00:11:39: Für mich ist es wichtig zu verstehen für was genau man eigentlich das Wissen sich aneignet und was ich damit genau tue und machen kann.
00:11:47: Meine ABB-Arbeitstätte war ja damals die ABB Schweiz.
00:11:50: Und in der Schweiz, nicht bei der ABB, aber in der Schweizgenerell gab es kein berufsbegleitendes Studium, bei dem ich hätte zu hundert Prozent weiterarbeiten können und das wollte ich aber.
00:12:00: Ich wollte's wirklich komplett nebenher machen.
00:12:03: Dafür wurde ich dann aber im Rhein-Neckar-Kreisfündig nämlich in Ludwigshafen.
00:12:07: Die haben das Ganze angeboten und somit konnte ich hundert prozent arbeiten und an den Wochenenden studieren und da hab' ich mich eingeloggt.
00:12:15: Die Firma unterstützte meinen Vorhaben über Namen die Studiengebühren und wenn ein Studientag auf einen Freitag viel, dann bekam ich sogar frei.
00:12:23: Dafür habe ich mich folgend bei der ABB einige Jahre verpflichtet aber es war absolut'n toller Deal!
00:12:29: Für mich hieß es dabei dann viel auf der Straße beziehungsweise auf den Gleisen Deutschland zu verbringen und zwischen der abb in der Schweiz meinem Studium in Ludwigshafen und meiner Familie Nordhessen in Richtung Kassel zu pendeln.
00:12:41: Aber auch neue Leute kennenlernen Aus anderen Unternehmen die Möglichkeit zum Austausch und zum Vergleich zu haben.
00:12:47: Und natürlich einfach noch mal Student sein, aber einen Gehalt zu bekommen.
00:12:51: Diese drei Jahre vergingen wie im Flug viele Reisen auch außerhalb von Studieninhalten mit den neuen Studienkollegen eine Freundschaft oder ein Netzwerk welches bis heute besteht.
00:13:00: Noch Heute treffen wir uns jährlich und tauschen uns beruflich wie privat aus.
00:13:05: Okay, das klingt wie eine berufliche Love Story.
00:13:08: Also wo nach du gesucht hast, da hast du gefunden und hast ja sogar noch neben dem Wissen soziale Kontakte dazu gewonnen wenn man sich eben auch traut und auch dieser Doppelbelastung zutraut oder?
00:13:21: Absolut!
00:13:23: Das hat dich dann ausgezahlt und heute arbeitest Du als Business Excellence Managerin im Bereich Electrification Smart Bildungs.
00:13:30: Welche Aufgaben übernimmst du in dieser Rolle und wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?
00:13:38: kurz angesprochen, dass du zwei Rollen eigentlich innehast und probier mal das für uns so etwas abzubilden.
00:13:45: Das mache ich gerne!
00:13:46: Mein Arbeitsalltag ist definitiv abwechslungsreich und in der Regel gleicht auch kein Arbeitstag dem anderen – und das möchte ich auch so.
00:13:53: Ich brauche nicht so viele Standards.
00:13:55: im Bereich der Governance gibt es natürlich Routinen die machen wir jeden Monat aber die Projekte und die Aufgaben die ich habe sind wirklich vielfältig.
00:14:03: Mein Arbeitsalltag gestaltet sich zwischen acht und achtzehn Uhr.
00:14:06: Den Tagesstart- und Abschluss verbringe ich meistens damit zu priorisieren, Fokus setzen.
00:14:11: Was steht für den Tag an?
00:14:12: Am Abend zu schauen was wohl geschafft, was kam Neues rein, was muss verarbeitet werden, was mache ich selbst, was delegiere ich an mein Team.
00:14:21: Am Vormittag liegt der Fokus auf Prioraufgaben zum Thema Strategie und Projekte, die ich selbst leite oder eine kritische Rolle habe.
00:14:29: Es sind dann die eigenen Ausarbeitungen, die Analysen, Inputsverarbeiten, Besprechung vorbereiten, Workshops vorbereiten – was kann man darunter verstehen?
00:14:37: Nehmen wir mal das Beispiel Strategie!
00:14:40: Ich begleiter den Ausblick der Projekt- und Ziele für.
00:14:44: Da der Bereich Energy Distribution im Smart Building-Bereich neu ist, geht es auch darum, Vision und Mission der Funktionen zu definieren.
00:14:52: Aber auch die Diskussion zu führen was die verschiedenen Bereiche zusammenhält?
00:14:57: Ich habe ja gesagt das sind Planungen, Steuerung Qualität HSI.
00:15:00: Was ist es, was diese Bereichen zusammenführt Und wo haben sie ihren funktionellen Ausblick und Eigenheiten und das Ganze zu definiern?
00:15:09: Ein zentraler Punkt dabei ist es, dass wir sagen wie arbeiten wir als Zentralfunktion zusammen um die Produktionsstandorte und Sales-Organisationen bestmöglich zu unterstützen.
00:15:18: Das ist unsere Aufgabe.
00:15:20: Projekte, die ich leite sind in der Regel funktionsübergreifend.
00:15:23: das kann die Integration einer neuen Produktfamilie sein, Workshops zum Thema Customer Experience oder Termin treue Zusammenführung von der Vorkassplanung mit der Kapazitätsplanung oder der Organisation eines Benchmarks mit einem anderen Unternehmen im Bereich Continuous Improvement or Health & Safety.
00:15:41: Hier gilt es, Entscheidungen zu treffen, Meinung zur Arbeit und mit Lösungen und Verbesserung in der Wortschöpfung den Ablauf zu optimieren.
00:15:49: Ich bin global tätig!
00:15:50: Das heißt viel findet Digital statt aber auch der persönliche Kontakt ist wichtig und einfach notwendig und so bin ich für die Projekte auf Geschäftsreise – circa fünfzehn Prozent meiner Zeit Am Nachmittag habe ich den Fokus auf Besprechungen und Abstimmung, dazu zählen Team-Meetings Einzelgespräche mit Mitarbeitern zu Aufgaben oder der persönlichen Entwicklung.
00:16:10: Aber auch zu den Meetings der vorher genannten Projekte die ich beschrieben hab.
00:16:18: immer wieder während deiner ganzen Karriere und auch in deiner Rolle jetzt, wie ich es heraushöre.
00:16:23: Immer weiter geholfen und dir auch neue berufliche Möglichkeiten eröffnet.
00:16:27: Wie baut man sich dann vielleicht sogar schon im Studium oder am Beginn seiner Karrieren ein aktives Netzwerk auf?
00:16:34: Also eins das nicht nur eine große Zahl auf LinkedIn ist sondern halt wirklich eben wie das bei dir der Fall war aktiv ist und ja wirksam
00:16:45: Ja, sowohl im Studium als auch später bei den Führungssiminaren.
00:16:48: da habe ich immer gehört wie wichtig Netzwerken ist und dass man sein Netzwerk strategisch planen soll.
00:16:53: Und das hört sich ziemlich anstrengend an aber ich denke es muss gar nicht sein.
00:16:57: Ich mag Menschen und ich mag Kulturen und ich bin überzeugt davon diverse.
00:17:02: ein Team ist desto erfolgreicher und so agiere ich auch.
00:17:05: wenn ich also auf Menschen treffe und mich unterhalte versuche ich zu verstehen kann der Person nützlich sein Und welchen Input bekomme ich von der Person zurück?
00:17:13: Gibt es ein Thema, was uns verbindet.
00:17:16: Ein Netzwerk aufbauen?
00:17:17: wenn man ein Thema hat oder eine Frage ein Problem dann fällt das viel leichter als künstlich ein strategisches Netzwerk auszubauen und das hat bisher ganz gut funktioniert.
00:17:26: in der Schweiz habe Ich mich mit den verschiedenen Logistik Bereichen von dem Produktionsstandorten vernetzt.
00:17:31: daraus ist ein gemeinsames Netzwerk entstanden Was sich gegenseitig bereichert hat und folglich mir auch bei meinem nächsten Karriere Schritt geholfen hat.
00:17:39: Im Studium und gerade im Masterstudium bin ich auf viele Gleichgesinnte getroffen.
00:17:44: Im Job tätig sein, in einem großen Unternehmen arbeiten und nun die Frage wie sichtbar werden?
00:17:48: Wie Karriere machen?
00:17:49: Wie mit Projekt X oder Problem Y oder Person Z umgehen.
00:17:53: darüber haben wir uns oft ausgetauscht.
00:17:55: das hat verbunden und für dieses Netzwerk und die Möglichkeit bin ich heute noch dankbar.
00:18:00: auch Kontakte aus den verschiedenen Rollen und Standorten habe ich weiterhin Und falls das sehr zeitaufwendig klingt, da mein sein Netzwerk ja auch pflegen soll ganz so ist es nicht.
00:18:09: Es kann sein dass ich bekannte aus dem Netzwerk monatlich höre aber es gibt auch Kontakte.
00:18:14: da hört man sich ein zwei mal im Jahr oder einfach nur wenn es einen Thema gibt offen zu sein den Austausch aktiv zu suchen zu schauen was man geben kann und wen man mit wem verbinden kann aber auch wie man sich selbst Hilfe oder ein Rat einholen kann.
00:18:28: Das ist für mich unverzichtbar.
00:18:30: Vielen Dank, dass du das wirklich so greifbar für uns deutlich gemacht hast.
00:18:34: Weil da steckt so viel drin eben auch dieses beidseitige des Verbindungen suchen, Verbindung eingehen.
00:18:40: und ja wie du schon sagst es klingt am Anfang so komisch sich das strategisch aufzubauen aber du hast halt diese Verbindung zueinander sehr deutlich gemacht und ich finde das wirklich total kostbar.
00:18:52: gerne
00:18:54: Was du uns auch noch verschwiegen hast ist,
00:18:56: dass du sehr
00:18:57: früh dich ehrenamtlich engagiert hast.
00:19:01: Was würdest du sagen?
00:19:02: Welche Fähigkeiten und Erfahrungen aus deinem Engagement helfen dir noch heute?
00:19:06: Und wie wichtig ist das allgemein, Aktivitäten außerhalb des Studiums oder des Berufs zu entwickeln?
00:19:14: Wie wichtig ist es für die persönliche Entwicklung?
00:19:16: Okay, stimmt da war noch was!
00:19:18: Ja ich war ehrenamblig für einen jugendpolitischen Verein tätig um Jugendliche aber auch die politische Meinungsbildung zu begeistern.
00:19:26: Wir waren dabei überparteilig und paritätisch besetzt, dadurch hatte ich nicht nur die Möglichkeit vielen Deutschland zu reisen und ein Netzwerk aufzubauen.
00:19:35: ist verhalft mir auch wie man vor großen Mengenzahlen an Personen spricht, wie man einen Workshop inhaltlich gestaltet und wie man moderiert.
00:19:43: Ich habe davon profitiert zu lernen wie man seine Meinung bildet und in den konstruktiven Dialog geht.
00:19:49: Auch Gremien- und Lobbyarbeit gehörte dazu.
00:19:52: Durch meine Verbandverarbeit in Hessen kam ich bereits mit Mitte zwanzig in die Möglichkeit, unsere hauptamtlichen Mitarbeiter zu führen, Mitarbeitergespräche zu führen und Personalentscheidungen zu treffen.
00:20:02: Das alles durfte ich praktisch im geschützten Umfeld des Vereins lernen – mich ausprobieren, Fehler machen und daran wachsen!
00:20:10: Das war eine hervorragende Vorbereitung auf die Berufswelt und für vielfältige
00:20:14: Einsatzgebiete.".
00:20:15: Ehrenamtlich tätig zu sein bringt nicht nur etwas für die Gemeinschaft und das ist sehr wichtig, aber es prägt und bildet einen auch persönlich.
00:20:24: Was ist dir denn bei der Führung und Entwicklung deiner Mitarbeitenden besonders wichtig?
00:20:31: Gibt es vielleicht auch bei Einsteigerinnen fachliche oder persönliche Qualifikationen, die Studierende mitbringen sollten?
00:20:38: Für mich ist die Entwicklung von Mitarbeitern in ihren Fähigkeiten ein wichtiges Thema.
00:20:42: Mein Fokus ist dabei auf Stärken stärken!
00:20:45: Mein Führungsstil würde ich so beschreiben, dass er eine gute Balance aus Fördern und fordern ist.
00:20:50: In Gesprächen mit den Mitarbeitern zu verstehen was seine Stärken sind und wofür es die passende Einsatzmöglichkeit an Aufgaben und Projekten gibt – das ist mir wichtig!
00:21:00: Ich miere es immer wichtig zu sehen an was die Person wachsen kann und das auch mit der Person abzustimmen.
00:21:06: Gern lasse ich Kolleginnen und Kollegen im Projekt zusammenarbeiten um sich zu ergänzen.
00:21:10: Auch das hilft bei der Entwicklung der einzelnen Personen.
00:21:13: Wichtig ist, jeden Mitarbeiter als Individuum zu sehen und entsprechend richtig einzusetzen.
00:21:18: Die Mischung macht's!
00:21:19: Ein vielfältiges und diverses Team ist mir wichtig.
00:21:22: Je unterschiedlicher die Personen, die Hintergründe und Erfahrungen, desto bereichernder die Zusammenarbeit.
00:21:28: Es gibt Projekte oder Probleme, die entstehen Und auch hier im Austausch dann einfach mehr Ideen und Lösungen entstehen.
00:21:35: Natürlich kann es sein dass länger und kontroverser diskutiert wird.
00:21:39: Aus meiner Erfahrung heraus hatte ich es aber mehr Vorteile als Nachteile.
00:22:00: können und wollen.
00:22:01: Gute Frage!
00:22:02: Und ich holte ein bisschen aus, dass ich eine Frau bin weil meiner Kindheit auf dem Land nie ein Thema.
00:22:07: Ich durfte da schon immer mithelfen wo ich wollte was ich konnte und auch in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit war das Thema Mann-Frau nicht groß.
00:22:15: der Verein bei den Führungsrollen paritätisch besetzt sprich beide Geschlechter gleich vertreten.
00:22:21: In der Berufswelt änderte sich das.
00:22:23: dort wurde geschaut als ich als frau eine Führungsposition wollte.
00:22:26: Frauen in der Führung waren eine Seltenheit.
00:22:28: Es gab nicht viele Vorbilder.
00:22:30: Dies hat sich aus meiner Sicht stark verändert, auch in der ABB nämlich eine deutliche veränderte Kultur war.
00:22:36: Ich durfte bei der AB B viele Stationen durchlaufen und gerade international war es toll zu sehen wie viele Frauen es in der führung gibt und welchen Einfluss diese haben.
00:22:45: Gerade in China ist mir dies sehr positiv aufgefallen.
00:22:48: Für mich ist es wichtig, die Personen anhand der Stärken einzusetzen und auf die Anforderung zu schauen.
00:22:54: Diversität ist für mich auch hier ein zentrales Thema.
00:22:58: Was ich aus meiner Sicht brauche, auch weiterhin Frauen in Führung zu sehen – das ist eine gute Frage!
00:23:03: Aus meiner Sicht braucht es Vorbilder für junge Frauen, die den Weg in die Führungen gehen wollen um sich auszutauschen das Netzwerk zu bilden.
00:23:11: Es braucht Beispiele in der Kehrarbeit, die klar zeigen dass es auch für Männer normal ist die Kinderbetreuung zu übernehmen oder den Haushalt zu schmeißen!
00:23:20: Es braucht beispiele bei denen der Mann den Job aufgibt damit die Frau die Karriere machen kann.
00:23:25: und vor allem braucht es mutige Frauen die den Weg in die Führung gehen auch ohne hundertzwanzig Prozent vorbereitet zu sein denn man wächst mit seinen Herausforderungen
00:23:35: Karine, und dafür bist du ein wirklich ganz tolles Vorbild.
00:23:38: Und ein ganz tolles Beispiel!
00:23:40: Vielen Dank dass Du Deinen Karriereweg mit uns geteilt hast.
00:23:44: ich finde es total empowernd das so zu sehen.
00:23:47: Du hast es ja, wir haben das gemerkt stark komprimiert und runtergebrochen.
00:23:51: aber ich habe da ganz viel Dich als Person gespürt und gemerkt wie wichtig dir das auch ist, dass du als Person mit eben auch dem Privatleben und deinen Werten darin vorkommst.
00:24:03: Und das finde ich ja total inspirierend!
00:24:06: Vielen vielen Dank.
00:24:07: Sehr gerne man soll immer Mensch sein.
00:24:09: Ich hoffe das kam durch.
00:24:10: Vielen Dank dafür.
00:24:12: Liebe Hörerinnen, solltet ihr noch Fragen haben dürft ihr sie gerne stellen an podcastatstudiedrive.net.
00:24:18: Ich packe alle Infos die ich habe in die Show Notes und auch noch links zu weiteren Episoden, zu weiteren Interviews die ich mit ABB bereits führen durfte.
00:24:28: Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und auf Wiederhören!