career to go

career to go

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Herzlich willkommen zu einem neuen Career-to-go-Cricky, dem kurzen Impuls für alle Themen rund um Beruf und Karriere.

00:00:09: Mein Name ist Konstanze Mariteschner.

00:00:14: Was macht man in einem bestimmten Job?

00:00:19: Wie wird man fit für die Arbeitswelt?

00:00:24: Heute geht es um ein Thema bei dem viele direkt ein unangenehmes Gefühl bekommen – Es geht ums Netzwerken!

00:00:32: Vielleicht denkt ihr bei Netzwerken direkt an Menschen, die auf Events Visitenkarten verteilen.

00:00:37: Fremde Leute mit einem perfekten Elevator-Pitch ansprechen und sich danach sofort auf LinkedIn vernetzen oder an Nachrichten wie Hallo!

00:00:46: Ich hoffe es geht Ihnen gut.

00:00:48: ich würde mich gerne mit Ihnen austauschen Und genau deshalb fühlt sich Netzwerke für viele Studierende etwas cringe an.

00:00:58: Aber Netzwerken bedeutet nicht, möglichst viele Kontakte zu sammeln oder sich selbst zu verkaufen.

00:01:04: Netzwerke bedeutet vor allem Beziehungen aufzubauen, Interesse zu zeigen und im richtigen Moment ins Gespräch zu kommen – auch im Gedächtnis zu bleiben!

00:01:15: In dieser Episode zeige ich euch wie ihr damit anfangen könnt Auf LinkedIn und bei Events.

00:01:23: Und zum Schluss gibt es noch einen konkreten Aktionsplan, auf geht's!

00:01:29: Zuerst sollten wir uns für allgegenwärtigen was Netzwerken wirklich meint – und dafür sollten wir einige Missverständnisse aus der Welt schaffen.

00:01:38: Denn Netzwerke bedeutet nicht möglichst viele Menschen kennenzulernen.

00:01:44: Jede Person nach einer Job-Möglichkeit zu fragen sich größer oder kompetenter darzustellen als man ist oder Kontakte nur dann anzuschreiben, wenn man etwas braucht.

00:01:56: Gutes Netzwerken funktioniert langfristig!

00:02:00: Es geht darum dass Menschen sich aneinander erinnern nicht unbedingt weil du die beeindruckendste Person im Raum warst sondern weil das Gespräch angenehm ehrlich oder interessant war.

00:02:14: Du musst also nicht besonders extrovertiert sein.

00:02:18: Du musst auch nicht zehn neue Kontakte an einem Abend sammeln.

00:02:22: Ein gutes Gespräch kann schon ausreichen.

00:02:25: Und dein Ziel sollte nicht sein, ich muss diese Person für meine Karriere gewinnen – ein besseres Ziel könnte sein!

00:02:34: Ich möchte verstehen was diese Person macht und was ich daraus lernen kann oder auch was ich beitragen kann.

00:02:42: Das verändert sofort deinen Auftritt.

00:02:45: Du gehst nicht in einen Gespräch um etwas zu bekommen.

00:02:48: du gehst in einem Gespräch Um etwas herauszufinden.

00:02:53: Nun möchte ich mich drei Sphären zuwenden, in denen ihr sehr gut Netzwerken könnt.

00:02:59: An der Uni auf LinkedIn und auf Events.

00:03:04: Nummer eins – Netzwerke an der Uni.

00:03:07: Die Uni ist wahrscheinlich der einfachste Ort für euch um mit dem Netzwerk anzufangen gerade weil ihr dort automatisch auf Menschen trefft die ähnliche Fragen haben die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie ihr selbst.

00:03:23: Euer Netzwerk an der Uni besteht natürlich aus Kommiliton-Innen, aber auch aus Professorinnen oder Unternehmensvertreterinnen.

00:03:32: Menschen aus eurem Seminar arbeiten später in Unternehmen oder gründen selbst etwas – man weiß nie welche Kontakte irgendwann in irgendeinem Kontext nützlich sein könnten!

00:03:44: Das heißt jetzt aber auch nicht dass ihr mit jeder Person eine strategische Beziehung aufbauen müsst.

00:03:50: Es reicht, einfach offen und aufmerksam zu sein.

00:03:54: Folgende Situation bieten sich an um ungezwungen zu Netzwerken.

00:03:59: Zum Beispiel nach einer Vorlesung kann man die Chance ergreifen und mit jemandem noch etwas besprechen das Gegenstand der Vorlesungen war.

00:04:08: Das Engagement in Hochschulgruppen eignet sich natürlich auch hervorragend um ein Netzwerk aufzubauen.

00:04:15: Man kann bei einem studentischen Projekt mitmachen oder mit älteren Studierenden über ihre Praktika sprechen, oder Alumni-Veranstaltungen besuchen.

00:04:26: Wenn ihr jemand Neues anspricht, zerdängt die Situation nicht.

00:04:30: Startet mit einer ganz einfachen Frage!

00:04:34: Zum Beispiel könntet ihr jemandem nach einem Vortrag einverfragen wie er oder sie auf das Thema gekommen ist?

00:04:41: Das klingt zunächst banal und funktioniert aber weil es echtes Interesse zeigt.

00:04:47: Wenn ihr mit einer Person ein gutes Gespräch hattet, vergesst nicht euch zu connecten.

00:04:53: Ihr könnt ruhig etwas sagen wie ich fand unser Gespräch gerade echt interessant.

00:04:58: Wollen wir uns auf LinkedIn vernetzen oder eben auf einem Netzwerk, auf dem ihr am liebsten unterwegs seid?

00:05:04: Das ist gar nicht aufdringlich!

00:05:06: Es ist eine logische Fortsetzung eures Gesprächs.

00:05:12: Kommen wir zur LinkedIn.

00:05:14: Viele nutzen LinkedIn wie eine digitale Visitenkartensammlung.

00:05:18: Sie vernetzen sich mit möglichst vielen Menschen und schreiben dann monatelange mit niemandem.

00:05:25: Das ist auch eine Art des Umgangs, aber Linkt in kann mehr sein als eine Kontaktliste.

00:05:34: Der erste Schritt ist dein Profil – das Verständlich macht wer du bist!

00:05:40: Dafür brauchst Du kein perfektes Personal Branding.

00:05:43: Achte einfach darauf dass man schnell erkennt Was studierst du?

00:05:48: Wofür interessierst Du Dich?

00:05:50: Welche Erfahrungen hast Du schon gesammelt, in welche Richtung möchtest Du DICH entwickeln.

00:05:55: Deine Profilbeschreibung muss kein Werbetext sein!

00:05:59: Ein klarer Satz reicht oft schon aus – zum Beispiel ich studiere Wirtschaftspsychologie und interessiere mich für People and Culture, Organisationsentwicklung und digitale Arbeitswelten oder Master Studentin der Informatik mit Interesse an Data Analytics und nachhaltigen Technologien.

00:06:21: Damit gibst du anderen sofort einen Anknüpfungspunkt!

00:06:26: Der zweite Schritt ist vernetze dich nicht völlig wahrlos, zum Connecten auch eine kurze persönliche Nachricht dazu.

00:06:49: Schreibt nicht sowas wie Hallo, ich würde mich gerne mit Ihnen vernetzen – es ist zwar höflich aber viel zu allgemein besser wäre.

00:06:58: –.

00:06:59: Hallo Frau XX!

00:07:01: Ich habe Ihren Vortrag beim Queer Day zum Thema Nachhaltigkeitsberatung gehört.

00:07:06: Besonders interessant fand ich Ihren Einblick in den Berufseinstieg.

00:07:13: Hallo XX!

00:07:15: Ich habe gesehen, dass du ebenfalls an der Universität Köln studiert hast und jetzt im Produktmanagement arbeitest.

00:07:22: ich beschäftige mich gerade mit ähnlichen Themen und würde mich über die Vernetzung freuen.

00:07:27: das ist kurz konkret und ehrlich Und wenn Du jemanden anschreibst fragt nicht sofort nach einer Stelle oder bitte nicht sofort um etwas.

00:07:38: Du kannst stattdessen eine kleine, konkrete Frage stellen.

00:07:42: Wie sieht dein Arbeitsalltag im Projektmanagement tatsächlich aus?

00:07:46: Zum Beispiel oder welche Fähigkeiten aus deinem Studium helfen dir heute im Beruf am meisten?

00:07:53: Wichtig ist dass du die Zeit der anderen Person respektierst!

00:07:57: Eine konkrete frage ist leichter zu beantworten als können sie mir etwas über ihre Karriere erzählen.

00:08:04: wenn du keine Antwort bekommst Bedeutet das nicht automatisch, dass du etwas falsch gemacht hast.

00:08:10: Menschen sind halt busy Nachrichten gehen unter oder vielleicht passt der Kontakt einfach gerade nicht.

00:08:18: Netzwerken bedeutet auch Nicht jede Absage persönlich zu nehmen.

00:08:25: Networking auf Events.

00:08:28: Events können besonders unangenehm und Einschicht entwirken.

00:08:32: viele Menschen stehen in Gruppen zusammen kennen sich erscheinbar alle irgendwie schon und du weißt gar nicht wie du da reinkommen sollst.

00:08:40: Ich kenne das zu genüge, mir geht es auch jedes Mal wieder so... Es ist auch ein bisschen Übung!

00:08:47: Und einen wichtigen Tipp gibt es natürlich auch.

00:08:50: Geh nicht mit dem Ziel hin, möglichst viele Menschen kennenzulernen.

00:08:54: Setz dir ein klares Ziel.

00:08:57: Das könnte zum Beispiel sein ich führe heute zwei gute Gespräche.

00:09:02: Das ist realistisch und nimmt den Druck raus.

00:09:06: Bereite außerdem zwei oder drei oder mehr Fragen vor, das soll nicht auswendig gelernt sein sondern eher als Orientierung dienen.

00:09:15: zum Beispiel was hat dich zu diesem Event gebracht?

00:09:18: woran arbeitest du gerade?

00:09:21: Was findest Du an Deinem Bereich besonders spannend?

00:09:24: wie bist Du in diese Rolle gekommen?

00:09:26: Was hätte Dir beim Berufseinstieg geholfen?

00:09:30: Du musst nicht mit einer spektakulären Aussage starten.

00:09:34: Ein einfacher Einstieg reicht!

00:09:36: Hi, ich bin XX und studiere Medienmanagement.

00:09:41: Wie bist du zu diesem Event gekommen?

00:09:44: Das funktioniert weil du dich kurz vorstellst und direkt eine offene Frage stellst.

00:09:49: Wenn du nun eine bestehende Gruppe reinkommen möchtest, kannst du den Kontext nutzen.

00:09:54: Darf ich mich kurz dazustellen?

00:09:55: Ich habe gerade euren Austausch über Start-ups gehört und fand das Thema total interessant!

00:10:01: Das ist völlig legitim – klar, es kostet immer Überwindung aber vorallem gegen Wertige die auch dass die anderen mit genau den gleichen Gefühlen da sind wie du oder diese Gefühle auch schon mal hatten.

00:10:15: Und wenn ein Gespräch nicht gut läuft, darfst du es auch beenden.

00:10:20: Du kannst ganz höflich etwas sagen.

00:10:22: wie.

00:10:23: vielen Dank für den Austausch!

00:10:25: Ich hole mir kurz etwas zu trinken.

00:10:27: vielleicht sehen wir uns später nochmal.

00:10:29: Netzwerken ist kein Verhör.

00:10:31: Du musst nicht jedes Gespräch bis zur Ende führen.

00:10:36: Wichtig ist natürlich auch dass du im Gedächtnis bleibst.

00:10:41: nach einem Gespräch ist der nächste Schritt entscheidend.

00:10:44: bleibt in Kontakt.

00:10:46: Das muss nicht bedeuten, dass du jede Woche eine Nachricht schreibst.

00:10:49: Es reicht wenn du einen sinnvollen Anlass nutzt.

00:10:53: zum Beispiel Du liest ein Artikel zu dem Thema über das ihr gesprochen habt.

00:10:59: Du siehst, dass die Person einen interessanten Beitrag gepostet hat.

00:11:02: Du besuchst ein weiteres Event?

00:11:04: Du hast eine Frage, die sich aus eurem Gespräch ergeben hat oder du möchtest dich einfach für den Austausch bedanken.

00:11:12: Eine Nachricht könnte dann so aussehen Hallo Frau Danke noch einmal für unser Gespräch beim Career Day.

00:11:20: Ich habe mich inzwischen näher mit dem Thema ESG Reporting beschäftigt und musste an Ihren Hinweis denken!

00:11:26: Ihr Beitrag dazu war sehr hilfreich oder?

00:11:30: Hallo XX, ich habe gesehen dass du jetzt an einem Projekt zu künstlicher Intelligenz arbeitest.

00:11:36: wir hatten bei Meetup kurz darüber gesprochen.

00:11:39: ich hoffe dein Projekt läuft gut.

00:11:41: das wirkt persönlicher als eine Nachricht die nur lautet Hey, wie geht's oder wie läuft es?

00:11:48: Du musst nicht dauerhaft präsent sein.

00:11:50: Aber wenn du dich meldest sollte es einen echten Grund geben und auch irgendwie ein Mehrwert schaffen!

00:11:58: Was du vermeiden solltest.

00:12:00: Ein paar Dinge machen Netzwerken schnell unangenehm.

00:12:03: Erstens zu früh zu viel zu erwarten Wenn du jemanden gerade erst kennengelernt hast.

00:12:09: fragt nicht direkt nach einer Empfehlung oder einer internen Stelle.

00:12:13: Baut erstmal einen Kontakt auf.

00:12:15: Zweitens.

00:12:16: Nur über dich sprechen!

00:12:18: Ein Gespräch ist keine Präsentation deines Lebenslauf, stell Fragen, hör zu und geh auf die Antworten ein.

00:12:26: Drittens – Dich kleiner machen als nötig.

00:12:29: Du musst dich nicht entschuldigen weil du noch Studentin bist.

00:12:32: Du darfst fragen stellen.

00:12:34: genau das ist deine Rolle.

00:12:37: Und viertens wäre es fatal dich zu verstellen Wenn du besonders professionell klingen möchtest, aber dabei irgendwie nicht.

00:12:45: wie du selbst sprichst merkt man das meistens.

00:12:49: Authentizität bedeutet nicht alles zu erzählen.

00:12:52: es bedeutet ehrlich und passend aufzutreten.

00:12:55: Und fünftens Kontakte nur dann zu pflegen wenn du etwas brauchst.

00:13:00: Wenn du dich immer nur meldest sobald du eine Empfehlung oder ein Job suchst wirkt der Kontakt schnell transaktional, teile auch einmal etwas Interessantes oder gratuliere zu einem beruflichen Schritt.

00:13:14: Und zum Schluss möchte ich gerne dass ihr in Aktion kommt.

00:13:18: deshalb gibt es zum Abschluss einen konkreten Plan den ihr ausprobieren könnt und solltet.

00:13:26: Schritt Nummer eins überarbeitet dein Linken Profil so das auf dem ersten Blick klar wird was du studierst und wofür dir durch interesse ist.

00:13:35: Schritt zwei.

00:13:37: Such dir drei Personen aus, deren Karriereweg dich interessiert – das können Alumni-, ehemalige Praktikantinnen oder Menschen aus deinem Wunschbereich sein!

00:13:48: Schritt Drei.

00:13:49: Vernetzt dich mit einer kurzen persönlichen Nachricht mit mindestens EINER dieser Personen.

00:13:55: Schritt Vier.

00:13:56: Schau ob es an deiner Uni in deiner Stadt oder auch online ein Event gibt Das dich wirklich interessiert.

00:14:03: Nicht irgendein Event, eins bei dem du tatsächlich etwas lernen möchtest.

00:14:08: und natürlich sollte dann Schritt Nummer fünf folgen geht zu diesem Event mit einem klaren Ziel hin – ein gutes Gespräch!

00:14:18: Und wenn Du nur eine Sache aus dieser Folge mitnimmst?

00:14:22: Dann diese!

00:14:23: Netzwerken ist kein Wettbewerb- und kein Verkaufsgespräch.

00:14:27: Es ist der Aufbau echter beruflicher Beziehungen Schritt für Schritt.

00:14:33: Du musst nicht die lauteste Person im Raum sein.

00:14:35: Du brauchst keinen perfekten Lebenslauf und keinen genialen Gesprächs-Einstieg.

00:14:41: Sei neugierig, interessiere dich!

00:14:44: Stell gute Fragen, hör zu – bleib in Kontakt.

00:14:48: So entsteht ein Netzwerk das dir nicht nur bei der Jobsuche hilft sondern dir Orientierung, Einblicke und neue Perspektiven

00:14:56: bietet.".

00:14:58: Das war Der Career to Go-Quickie zum Thema Netzwerken.

00:15:03: Wenn dir die Folge gefallen hat, teils ihr gerne mit jemanden der beim Thema Netzwerk bisher eher zurückhaltend war!

00:15:10: Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

00:15:12: bis zum nächsten Mal auf Wiedersehen.

Über diesen Podcast

Welcher Job passt zu mir? Welche Berufe gibt es? Wie finde ich meine Berufung? Praktikum oder Traineeship? Im Karriere-Podcast von Studydrive – Europas größte Studierendenplattform mit über 3 Millionen Studierenden – werden diese Fragen beantwortet. Lass dich von Menschen inspirieren, die exklusive Insights aus unterschiedlichen Unternehmen teilen und dabei wertvolle Ratschläge für deine berufliche Orientierung geben! Von Bewerbungstipps, über Gehaltsvorstellungen bis hin zu praktischen Learnings. Bei career to go sprechen Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen. Reinhören, inspirieren lassen, weitersagen!

Lerne Studydrive kennen: www.studydrive.net

von und mit Studydrive

Abonnieren

Follow us