00:00:01: Ich habe und erlebe weiterhin ABB als einen sehr offenen und im besten Sinne diversen Arbeitgeber seit Tag eins tatsächlich.
00:00:11: Das sieht man nicht nur an der Belegschaft, wo viele Kolleginnen und Kollegen generationsübergreifend oder sogar bis zur Rente bleiben sondern auch ganz oben.
00:00:19: unser Vorstand das EasyBoard ist international und fachlich absolut bunt gemischt.
00:00:25: Das setzt meiner Meinung nach ein starkes Signal für das ganze Unternehmen.
00:00:31: Was macht man in einem bestimmten Job?
00:00:36: Wie wird man fit für die Arbeitswelt?
00:00:41: Hallo und herzlich Willkommen zu Career to Go.
00:00:44: Das ist der Karriere-Podcast von Study Drive, mein Name ist Konstanze Mariteschner.
00:00:50: Karrieren in der Industrie klingt oft abstrakt – heute machen wir sie konkret!
00:00:56: Zu Gast ist Chansu Yildrem Smart Solutions Lead bei ABB.
00:01:00: Sie ist über ein Trainee-Programm bei ABG eingestiegen und hat ihre Karrierei seit dem Schritt für Schritt weiterentwickelt.
00:01:08: In dieser Folge möchte ich von Chansu erfahren, wie das Trainee-Programm abgelaufen ist.
00:01:13: Welche Chancen sich daraus ergeben haben und wie sie ihren Karriereweg bei ABB gestaltet hat.
00:01:19: Außerdem sprechen wir über Themen die weit über den ersten Job hinausgehen.
00:01:24: Vereinbarkeit von Beruf und Familie Frauen in Mint Und die Frage welche Rolle Nachhaltigkeit in der Industrie bei ihrer Arbeit spielen.
00:01:33: Herzlich Willkommen!
00:01:34: Ich freue mich dass du da bist.
00:01:35: Hallo, ich freu mich eben so.
00:01:37: Canso in diesem Podcast gibt es ein Ritual zum Kennenlernen die Rubrik Zum Kennen lernen Die Fantastischen vier.
00:01:45: Hast du Lust?
00:01:46: bist Du bereit?
00:01:47: Ja sie ist los.
00:01:49: Desk Check
00:01:51: Was liegt gerade auf deinem Schreibtisch das mehr über dich verrät als den Lebenslauf?
00:01:57: Eigentlich entgegen meiner Natur das reinste Chaos.
00:02:01: Zum einen ist da mein Laptop, meine Titsbuch zwei Handys, mein Diensthandy und mein privates Handy eine Holzrasse andere Spiesachen Zahnungshilferin Stapel umgelesen natürlich auch Briefe und Nervennahrung Schokolade.
00:02:16: Das sagt tatsächlich schon sehr viel über dich aus.
00:02:19: Ich glaube, da gehen wir auch noch ein bisschen näher in unserem Interview drauf ein.
00:02:23: Es ist schon mal ein schönes Mysterium, dass du da gezeichnet hast!
00:02:28: Game Show – Welches ist dein Lieblingsspiel?
00:02:40: Brain Reset – was hilft dir am schnellsten, wenn dein Kopf nach einem langen Tag komplett voll ist?
00:02:48: Ab ins Grüne.
00:02:49: Egal welche Jahreszeit, egal was für ein Wetter, egal ob Allergie oder nicht!
00:02:53: Ich bin alle Erdbekerbinnen aber was mich wirklich sofort erdet, ist einfach die Natur.
00:02:59: Nerdie über welches Thema kannst du stundenlang reden?
00:03:04: Geopolitik.
00:03:05: Also da kann ich mich auch richtig, richtig reinreden mit vollem Herzblut dabei in Rage reden.
00:03:13: Ich glaube das war eine Südleinde schon Natur vielleicht so ein bisschen.
00:03:17: Cool!
00:03:18: Vielen Dank für diesen ersten Eindruck den wir von dir bekommen konnten.
00:03:22: und jetzt sind wir warm für unser Interview würde ich sagen oder?
00:03:25: Okay super, ich freue mich.
00:03:27: Es geht sie mir doch mal ganz grob, dann eine akademische Laufbahn bis hin zu deinem Einstieg bei ABB.
00:03:33: Ich habe das ja gerade nur so ein bisschen angerissen im Intro.
00:03:37: Nimm uns mal mit an die Anfänge!
00:03:57: unterschiedlichsten Industrien aufmerksam geworden und eine davon war eben oder ein Unternehmen.
00:04:02: was mich dann auch direkt gesponsert hat, war ABB.
00:04:05: Mit ABB hatte ich meinen ersten Kontakt im Rahmen eines Talent-Programms wo ich zum BDEW nach Berlin sollte um ABB im Rahmen einer Nachwuchsinitiative zu vertreten.
00:04:16: und danach ging es eigentlich schon nach dem Master direkt bei ABB los.
00:04:20: Und bei ABB hast du dann ja mit dem Trainee-Programm begonnen.
00:04:25: Das war sozusagen dein Sprungbrett in die Arbeitswelt, nimm uns da mal auch mit rein!
00:04:32: Wie war das Programm aufgebaut?
00:04:34: Welche Stationen oder Inhalte waren für dich besonders prägend und inwiefern hat es dich auf deine nächsten Karriere Schritte
00:04:42: vorbereitet?!
00:04:44: Wenn ich mein Trainiprogramm in drei Worten beschreiben müsste, dann wären das global, strategisch und maximal vielseitig.
00:04:51: Es war für mich im Grunde die Generalprobe für den perfekten Karriereinstieg weil ich auch unmittelbar nach dem Studium noch gar nicht so genau wusste was ich machen will oder in was für ein Bereich ich einsteigen will.
00:05:02: Das Programm an sich war extrem global und strategisch aufgestellt.
00:05:06: insgesamt vier Stationen zwei davon waren im Ausland.
00:05:09: Das Besondere dabei war die enorme Bandbreite.
00:05:12: Ich war in verschiedenen Bereichen sowohl im Operativen wie Sales & Marketing und Service unterwegs, habe aber auch im Headquarter in Zürich in der Konzernqualität gearbeitet und war dann auch ein Business-Strategieprojekt in Dubai Welches direkt an den Vorstand berichtet hat.
00:05:30: Wow!
00:05:31: Und nochmal zum zweiten Teil meiner Frage, ich habe dich hier so bombardiert wie hatte ich das dann geprägt und vorbereitet auf deine nächsten Karriere Schritte?
00:05:40: Für mich war das Programm sozusagen wie ein beruflicher Kompass.
00:05:43: Durch diesen Wechsel, von der lokalen Perspektive bis zu diesem globalen Managementprogramm verstehe ich heute beziehungsweise wusste ich unmittelbar nach meinem Trainee bereits wie die Rädchen in einem Großkonzern ineinandergreifen.
00:05:55: Gerade bei so einer Größe wie bei ABB kann das für Neueinsteiger sehr überwältigend sein und sehr verwirrend und ganz persönlich... Für mich war diese Reise unglaublich lehrreich, wenn man in so kurzer Zeit so viele verschiedene Facetten eines Konzerns sieht vom lokalen bis hin zum Headquarter lernt man zwei Dinger würde ich sagen.
00:06:14: Zum einen wie viel unendliche Möglichkeiten es in einem Großkonzern gibt also jobtechnisch und zweitens was noch viel wichtiger ist Man lernt extrem viel über sich selbst als Neuling frisch von der Uni.
00:06:27: Ich ging aus dem Programm mit der Klarheit heraus was mir liegt, aber was ich noch viel wichtiger finde.
00:06:32: Was ich beispielsweise gar nicht machen will also wo ich überhaupt keine Freude dran habe und das hat mir dann die Sicherheit gegeben danach eine Position zu wählen die mich beruflich glücklich macht.
00:06:43: als Einstieg
00:06:45: Bei deiner Vorstellung im Intro habe ich unseren Hörerin ein bisschen etwas vorenthalten.
00:06:50: Ich habe nur gesagt, dass du Smart Solutions Lead bist – das ist gar nicht ganz genau!
00:06:55: Denn du hast mehrere Rollen.
00:06:57: Beschreibe uns doch mal deine aktuellen Rollen als Global Smart Solutions Leads.
00:07:02: und eine Rolle im Strategy Team der Business Line Switch Gear.
00:07:07: Ja, das ist tatsächlich so.
00:07:08: Das war auch ein Wunsch-Szenario von mir.
00:07:11: Es war tatsächlich gewollt!
00:07:12: Und für all die Hörer, die nicht wissen was Switch Gear ist, also übersetzt heißt es Schaltanlage.
00:07:17: Es ist ne elektrische Schaldanlage... Man stelle sich einfach den Schallkasten zu Hause in Großbror für industrielle Zwecke.
00:07:26: Zu meiner Doppelrolle ich trage quasi zwei Hüte aktuell an unserem Unternehmen.
00:07:30: Ich sitze dabei auf einer sehr dynamischen Schnittstellen und teile meine zwei, sozusagen in zwei Hauptbereiche auf.
00:07:37: Auf der einen Seite leite und arbeite ich als Global Smart Solutions Lead.
00:07:42: hier dreht sich alles um Digitalisierung unserer Schaltanlagen und die digitale Gesamtstrategie unserer Business Line.
00:07:50: das ist eine globale interdisziplinäre Rolle im Produkt Portfolio Management und konkret bedeutet dass Ich führe internationale Teams lateral, also über Abteilungsgrenzen hinweg um neue digitale Technologien zu entwickeln und am Markt zu etablieren.
00:08:07: Da die Digitalisierung nicht im Silo stoppt arbeite ich hier extrem eng mit anderen Geschäftsbereichen zusammen.
00:08:13: Und den zweiten Hut, den du auffasst?
00:08:16: Das ist eben diese Strategie Rolle, Strategierolle im entsprechenden Team unserer Business Line.
00:08:22: das kann man sich so vorstellen wie eine interne Unternehmensberatung für unsere Business Line.
00:08:26: Wenn es beispielsweise um große Fragen geht, wie in welchen Märkten wollen wir investieren?
00:08:32: Macht eine Firmenübernahme Sinn.
00:08:34: Wie sehen die Business Cases der Zukunft aus?
00:08:37: Dann arbeiten wir im Team dieser Entscheidungsgrundlagen für das Management unter langweilig Fittestani weil ich jeden Tag zwischen strategischer Weitsicht und konkreter digitale Umsetzung wechseln.
00:08:47: Super spannend!
00:08:48: Ich stelle es mir aber auch ziemlich herausfordernd vor, diese beiden Rollen parallel zu jongliern.
00:08:55: Was brauchst du dafür oder welche Eigenschaften helfen dir das alles gut unter einen Hut zu bekommen?
00:09:01: ich denke um zwei so unterschiedliche rollen erfolgreich auszufüllen braucht es gleich mehrere dinge strukturierte flexibilität kommunikationsstärke ein muss Und ein gesundes Stakeholder-Management, Fokus und Neugierde.
00:09:18: mit strukturierter Flexibilität, meine ich folgen das.
00:09:21: Ich muss mich extrem schnell auf neue Situationen einstellen können sprich Kontext-Switching also die Fähigkeit mental extrem schnell den Hut zu wechseln.
00:09:29: in meinem Berufsalltag kann das wie folgt aussehen morgens beispielsweise sitze ich in einer tiefen Datenanalyse für eine Marktstudie.
00:09:35: nachmittags moderiere ich einen Meeting mit einem internationalen Entwickler Team für digitale Features.
00:09:42: da darf man dem Fokus nicht verlieren muss Prioritäten setzen und Disziplin jetzt steuern können worauf Energie verwendet.
00:09:50: Für mich bedeutet Fokus an der Stelle auch Mut, warum Mut?
00:09:53: Man muss den Mut haben Dinge gezielt zu sequenzieren, was man nicht machen kann, dass man nicht alles gleichzeitig machen will und in Prioritäten setzen.
00:10:05: Ich kann mir vorstellen das du hier auch ganz viel mit unterschiedlichen Stakeholders wie du es gerade schon auch sagtest kommunizieren musst und dich da anpassen musst.
00:10:14: Wie kriegst Du das umgesetzt?
00:10:17: Wie gesagt, eine Kommunikationsstärke und diplomatischem Geschick.
00:10:21: Da ich in dieser digitalen Rolle Teams lateral also ohne direkte Weisungsbefugnis führe kann ich nicht anschaffen sondern muss überzeugen.
00:10:28: Ich muss die Sprache der Tech-Entwickler genauso sprechen wie die Sprach des Vorstands.
00:10:33: beispielsweise wenn wir über Strategie reden.
00:10:36: Ich sehe mich da oft als Übersetzerin und Brückenbauerin.
00:10:40: Wenn man noch auf eine weitere Eigenschaft eingehen will, dann wären das Folgende.
00:10:47: Im Strategie-Team bin ich sehr analytisch und konzeptionell unterwegs.
00:10:51: Da braucht man Geduld, einen Blick für Zahlen und langfristiges Denken.
00:10:55: Auf der anderen Seite bei den Smart Solutions geht es um Innovation, Agilität und eben Machen quasi Powerpoints in die Realität umsetzen.
00:11:04: Und wie war das mit der Neugierde?
00:11:05: Das fand ich schön, als du es gerade schon so aufgemacht hast!
00:11:09: Wie bringt dich die weiter?
00:11:11: Ich
00:11:11: liebe es mich, neue Themen einzuarbeiten und neue Sachen rauszuprobieren.
00:11:16: Jetzt in meiner Rolle muss ich mich in komplexe Themen reinfuchsen können und auch quasi Spaß dabei haben.
00:11:22: Gleichzeitig darf man aber auch keine Angst vor Multitasking haben, weil so eine Doppelrolle bedarf es wie gesagt dass man schnell switchen muss.
00:11:29: Dass man sehr viele Sachen gleichzeitig machen muss.
00:11:33: Man muss den Kopf freikriegen können wenn man den Mut wechselt und ganz wichtig und das schreibe ich mir ganz dick auf die Fahne ist Empathie.
00:11:41: Ich denke das fehlt wirklich... sehr, sehr vielen Menschen im Berufsalltag.
00:11:45: Da ich mit so vielen unterschiedlichen Kulturen Abteilung und Hierarchie eben in Zusammenarbeit muss man sich schnell auf sein Gegenüber einstellen können um gemeinsam Ziele zu erreichen.
00:11:55: durch dieses globale Trainee-Programmen und auch deine heutige Rolle an internationalen Schnittstellen hast du ein besonderes Gefühl für diese interkulturelle Zusammenarbeit bei ABB.
00:12:08: Was hast Du dabei über Kommunikation, Zusammenarbeit und unterschiedliche Arbeitskulturen gelernt?
00:12:16: Ich habe und erlebe weiterhin ABB als einen sehr offenen und im besten Sinne diversen Arbeitgeber seit Tag eins.
00:12:24: tatsächlich Das sieht man nicht nur an der Belegschaft, wo viele Kolleginnen und Kollegen generationsübergreifend oder sogar bis zur Rente bleiben.
00:12:32: Sondern auch ganz oben.
00:12:34: unser Vorstand das EasyBoard ist international und fachlich absolut bunt gemischt.
00:12:39: Das setzt meiner Meinung nach ein starkes Signal für das ganze Unternehmen also es in vielerlei Hinsicht divers sei es jetzt Geschlechter Alter Kulturen Nationalitäten sehr buntes Unternehmen.
00:12:53: Schon während meines Trainierprogramms durfte ich diese Offenheit in verschiedenen Ländern live erleben.
00:12:59: Wie bereits erwähnt, ich war im zwei Außenstationen in der Schweiz.
00:13:03: Das ist jetzt vielleicht nicht so ganz weit weg Ost von Deutschland, aber auch im Headquarter haben wir tatsächlich sehr viele internationale Kollegen.
00:13:10: Und sicherlich eben auch eine andere Kulturaufnahme?
00:13:13: Definitiv, definitiv!
00:13:14: Das ist noch mal ne ganz andere Welt.
00:13:16: und danach war ich wie gesagt im arabischen Raum in Nahen Osten.
00:13:21: das war dann auch nochmal sehr lehrreich für mich und nochmal kulturell sehr lehreich.
00:13:27: die Praxiszeit natürlich auch.
00:13:29: Nur weil ein Konzern global aufgestellt ist, läuft die Zusammenarbeit nicht immer automatisch von alleine.
00:13:35: Man muss interkulturelle Sensibilität mitbringen jeden Tag.
00:13:38: gerade in meiner heutigen Rolle in der ich globale virtuelle Teams leite habe ich gelernt dass es keine Einheitslösung für Kommunikation gibt.
00:13:46: was in der einen Kultur als angenehm oder direkt empfunden wird gilt woanders vielleicht schon als unhöflich.
00:13:53: Also ich bin gebürtig aus dem Rohrgebiet und als potches Mädchen bin ich immer straightforward und sehr direkt.
00:13:59: Das kommt nicht immer in allen Kulturen sehr gut an, deswegen muss sich da halt auch immer wieder aufpassen dass ich den richtigen Ton treffe.
00:14:07: Eines der wichtigsten Learnings für... Ein erfolgreiches Miteinander, meiner Meinung nach.
00:14:12: Jetzt rückblickend über die Jahre, die ich jetzt bei AWB bin oder allgemein in meinem Berufsleben sind.
00:14:17: Transparenz, Vertrauen und eben Empathie wie zuvor auch schon erwähnt.
00:14:22: man muss aktiv hinhören kulturelle Hintergründe der Kollegen und Kollegen verstehen wollen und eine psychologische Sicherheit im Team schaffen.
00:14:31: also psychological safety ist jetzt so sehr trendy im Moment.
00:14:35: aber ich würde sagen das leben wir tatsächlich in unserem Unternehmen Und erst wenn sich alle abgeholt und wohlfühlen, entsteht aus Diversität echte Innovationskraft.
00:14:44: Welche Rolle spielen Unternehmen wie ABB bei der Transformation hin zu einer nachhaltigeren Industrie?
00:14:52: Ich glaube an Sicht wird die Rolle von Industrieunternehmen in diesem Themengebiet sehr oft unterschätzt.
00:14:58: Wir sind nicht nur... Teil des Problems, sondern ein wichtiger Teil der Lösung.
00:15:03: Bei ABB konkret heißt das wir betrachten Nachhaltigkeit als einen dreihundertsechzig Grad Thema dass die komplette Wertschöpfungskette umfasst.
00:15:12: Das fängt bei uns am eigenen Standort an oder an den eigenen Stand Orten also es ist nicht nur deutschlandweit so Sondern international tatsächlich Die wir im Rahmen unserer net series Strategie konsequent auf emissionsfreiheit drin.
00:15:25: Aber echte Hebelwirkungen entsteht nur wenn wie unsere Kunden abholen und ihnen helfen, nachhaltiger zu werden.
00:15:33: In meinem Bereich tun wir das konkret auf zwei Wegen.
00:15:36: Erstens durch den Verzicht auf umweltschädliche Stoffe.
00:15:38: Wir treiben den Wandel hin zur sf-sechsfreien Schaltanlage massiv voran.
00:15:43: Zweitens durch Digitalisierung indem wir Schaldanlagen smart also intelligenter machen.
00:15:48: Wir schaffen transparent in den elektrischen Verteilnetzen Und nur was man messen kann, kann man auch optimieren.
00:15:54: digitale Lösungen helfen, unseren Kunden dabei Energieverschwendung sofort zu stoppen und CO² auch eben einzusparen.
00:16:02: Nachhaltigkeit und Digitalisierung gehen hier also Hand in Hand im sogenannten Twin Transition.
00:16:08: Kannst du mir einen Projekt beschreiben anhand genau diese Rolle der Nachhaltigkeit und der Impact bei deiner Arbeit ganz konkret deutlich werden?
00:16:19: Ich würde sehr gerne das Thema unserer smarten digitalen Schaltanlagen nochmal aufgreifen.
00:16:23: Hier wird der reale Impact meiner Arbeit nämlich sofort sichtbar.
00:16:27: Indem wir unsere Schalt-Anlagen smart machen, gehen wir in quasi eine eigene Stimme.
00:16:32: Die Anlage meldet sich selbstständig wenn ein Bauteil Droh zu verschleißen.
00:16:36: Für den Kunden bedeutet das, er muss nicht mehr pauschal Teile austauschen oder mit teuren Ausfällen rechnen sondern kann gezielt und frühzeitig intervenieren.
00:16:45: Das erhöht die Langlebigkeit der Hardware und auch eben die Nachhaltigkeit da man das Produkt dann erst gar nicht neu produzieren muss.
00:16:53: Gleichzeitig optimieren wir aber auch die Logistik dahinter.
00:16:56: Durch diese Fernüberwachungsmöglichkeit wissen wir oft schon vorab, digital ganz genau wo das Problem liegt.
00:17:02: Das spart unnötige Diagnosefahrten und schon die Umwelt.
00:17:06: Das ist genau der Impact den ich mit meinem Team vorantreiben möchte.
00:17:08: Ressourceneffizienz durch intelligente Technologie.
00:17:12: Super spannend richtig cool!
00:17:15: Du bist als Frau in einer technischen und industriellen Branche unterwegs und sitzt dabei Vermutlich oft als eine von wenigen Frauen am Tisch unter vielen Kollegen, also männlichen Kollegen.
00:17:28: Wie wirkt sich das auf deine Arbeitsrealität aus?
00:17:32: Wenn ich ganz ehrlich bin... Am Anfang meiner Karriere gab es durchaus Momente in dem mich das etwas eingeschüchtert hat.
00:17:38: als einen von wenigem Frauen am Tisch zu sitzen war besonders zu Beginn eine Umstellung und oftmals auch echt unangenehm.
00:17:46: Man fällt eben auf im guten wie im herausfordernden Sinne.
00:17:50: Ich habe damals sehr wohl die skeptischen Blicke von Kunden oder Partnern wahrgenommen, wenn sie mit einer jungen Ingenieurin konfrontiert wurden.
00:17:59: Was mir da aber geholfen hat, war mein Abschluss an einer renommierten Uni, die sicherlich als eine Art Türöffner- und Glaubwürdigkeitsbooster geholft hat.
00:18:07: An sich würde ich sagen – das prägt meine Erfahrung Kompetenz ist der beste Gleichmacher.
00:18:13: Sobald man inhaltlich tief in die Materie einsteigt und zeigt, was man kann spielt es keine Rolle mehr ob man eine Frau oder ein Mann ist.
00:18:20: dann zählt nur noch das Ergebnis gerade im technischen Umfeld.
00:18:24: Meine heutige Arbeitsrealität prägt In einer technischem Branche rückt das Geschlecht extrem schnell in den Hintergrund sobald die Fachkompetenz auf den Tisch kommt.
00:18:33: Die technische Diskussion zählen eben am Ende Zahlen, Daten, Fakten Lösungen.
00:18:38: Vielen Dank für deine Ehrlichkeit, für deine ehrliche Wahrnehmung.
00:18:42: Wie erlebst du dann da konkret den Umgang seitens ABB mit dem Thema?
00:18:48: Fühlst du dich da gut supportet und wie ist so diese Entwicklung?
00:18:52: Wie hat dies vielleicht auch ein bisschen verändert?
00:18:55: Also bei ABB erlebe ich das als sehr bereichernd eine Frau zu sein.
00:19:00: In gemischten Teams diskutieren wir oft anders, Lösungsorientierter und Reflektierter – das wird mir hier auch sehr oft als Feedback gespiegelt oder wurde mir auch in der Vergangenheit als Feed back gespiegelt wenn ich eben auch da als einzige Frau im Team unterwegs war.
00:19:15: die Dynamik und die Diskussionskultur im Raum ändert sich meiner Meinung nach zum Positiven wenn eine Frau am Tisch sitzt.
00:19:21: Das Privileg einer so wertschätzenden Unternehmenskultur hat jedoch leider nicht jede Frau in der Industrie.
00:19:27: Das merke ich im Austausch mit Freundinnen, anderen Frauen in derindustrie – das ist mir durchaus bewusst!
00:19:36: Umso mehr sehe ich es als Chance in meiner Rolle als Vorbild voranzugehen und zu zeigen wie normal und erfolgreich Frauen in technischen Führungspositionen sein können und auch sind.
00:19:46: Es ist mir wichtig zu zeigen, dass es funktioniert und die Tech World profitiert massiv von Diversität
00:19:51: Definitiv.
00:19:52: Was meinst du, brauch es aus deiner Sicht damit mehr junge Frauen sich für Mindberufe begeistern?
00:20:00: Wie kann man da auch vielleicht nochmal ein bisschen Motivation schaffen?
00:20:05: Das ist ein absolutes Herzensthema wo ich mich auch wirklich privat stark für einsetze wenn wir mehr junge frauen für mind und energie technik begeisteren wollen oder Technik in jeglicher Form.
00:20:17: Müssen wir vor allem eins tun?
00:20:18: Wir müssen Berührungsängste abbauen und Vorbilder sichtbar machen.
00:20:22: Zum einen müssen wir sehr früh die Weichen stellen, wir dürfen nicht erst an den Universitäten anfangen sondern müssen schon in die Schulen Begeisterung wecken.
00:20:31: also inzwischen gibt es jetzt durchaus diese Mintprogramme, Mintklassen was wirklich sehr klasse ist.
00:20:37: Der erste Schritt muss also extrem früh passieren.
00:20:39: Wir müssen Mädchen spielerisch zeigen dass Technik keine reine Männer Sache ist und unglaublich viel Spaß machen kann.
00:20:45: Initiativen wie diese Mint-Klassen oder die jährlichen Girls' Days, und dafür fantastische Plattformen meiner Meinung nach.
00:20:51: Da geht es darum, die Werkstattür weit aufzumachen und zu sagen hey probier das mal aus!
00:20:56: Das ist auch deins.
00:20:57: D.h.,
00:20:58: wir müssen berühmungsängste abbauen und nicht erst zulassen dass Klischees im Kopf entstehen können.
00:21:04: Zum anderen müssen wir an der Kultur in der Branche arbeiten.
00:21:08: Viele junge Frauen zögern wegen alter Vorurteile oder weil ihnen schlicht die Vorbilder fehlen.
00:21:13: Deshalb plädiere ich massiv für Sichtbarkeit, wir brauchen Frauen auf dem Bühnen in der Führungsebene.
00:21:19: Wenn junge Talente sehen was alles möglich ist bricht das die barrieren im Kopf.
00:21:24: begleitende Mentoring Programme und gezielte Fraunförderungen.
00:21:26: Unternehmen sorgen dann dafür dass sie nicht nur den Einstieg wagen sondern auch langfristig bleiben und die Zukunft der Industrie mitgestalten.
00:21:34: Und du gehst da auf jeden Fall mit gutem Beispiel voran, indem du eben jetzt hier gerade unsere Karriere mit dir teilst aber auch sicherlich in deine Arbeit mit positiven Vorbild vorangehst.
00:21:45: Vielen vielen Dank schon mal dass Du das tust.
00:21:48: eine Frage habe ich noch zum Abschluss Wie erlebst Du das Thema?
00:21:52: Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei ABB, auch das spielt da ja irgendwo ein Stück weit mit rein.
00:21:59: Ich
00:21:59: erlebe hier ABB wirklich als absolutes Vorzeigeunternehmen und könnte tatsächlich nicht dankbarer sein für die Unterstützung, die ich erhalte.
00:22:08: Das Thema Vereinbarkeits ist bei uns nicht nur ein Lippenbekenntnis definitiv nicht sondern gelebter Alltag In den letzten Jahren, sowohl bei sehr schmerzlichen Erfahrungen als auch bei sehr freudigen Erfahrungen mit erleben dürfen in verschiedenen Lebensphasen.
00:22:27: Sei es jetzt bei der Fliege von Angehörigen oder eben als frisch gebackene junge Mama.
00:22:32: daher die Zahnungshilfe und das ganze Spielzeug auf meinem Schreibtisch weil ich gerade einen Sohn habe, der aktiv zahnt und wer viel unterhalten werden will.
00:22:43: Das sagt aber auch aus dass sich Was vielleicht einige erahnen können, auch mobil arbeiten kann.
00:22:49: Ich kann von zu Hause aus arbeiten was wirklich ein sehr großer Segen ist an der Stelle.
00:22:53: Von meinen direkten Vorgesetzten meinem Team als auch vom HR habe ich Ausnahmslos Unterstützung in allen Lebensbereichen bisher erfahren und großes Verständnis erlebt.
00:23:03: Es herrscht eine enorme Kultur des Vertrauens ob es um flexible Arbeitszeiten geht das Arbeiten im Home Office oder konkrete Angebote wie unsere Betriebskitas Und die Ferien betreuen für Kinder.
00:23:15: ABB schafft der Rahmenbedingungen, bei dem man sich nicht zwischen Karriere und Familie entscheiden muss.
00:23:20: Sondern beides gesund miteinander vereinbaren kann.
00:23:24: Und vielleicht auch wichtig heran zu merken, ABB hat nicht erst während Covid angefangen diese Flexibilität zu schaffen sondern die gab es auch schon vorher.
00:23:32: Wir haben das tatsächlich nicht nur in Deutschland, sondern auch international.
00:23:37: wir haben Global Parent Elite Programme also auf internationale Ebene auch bezahlte Elternzeit wo man sich einen Monat, ob jetzt Frau oder Mann vom Job verabschieden kann.
00:23:48: Oder sich eben ein Gehalt dafür auszahlen kann.
00:23:50: und das ist würde ich sagen nicht unbedingt status quo in der Wirtschaft.
00:23:55: Ja definitiv nicht.
00:23:57: Leider!
00:23:58: Schanze, vielen Dank dass du heute bei mir im Podcast warst und deine Erfahrungen mit uns geteilt hast.
00:24:05: Ich habe es ja gerade schon einmal gesagt ich finde es wirklich bemerkenswert welche Vorbildfunktion du auch erfüllst und was du alles geschaffen hast.
00:24:14: und deiner Entwicklung einmal so kennenlernen zu dürfen war für mich wahnsinnig bereichernd und inspirierend und definitiv auch für unsere Hörerinnen.
00:24:22: Vielen vielen dank!
00:24:23: Ich hab's so getan.
00:24:24: Es hat sehr viel Spaß gemacht.
00:24:25: Vielen Dank, Kanzanze!
00:24:27: Liebe Hörerinnen wenn euch die Folge ebenso gefallen hat abonniert den Podcast gern und teilt sie mit Menschen für die eine Karriere in der Industrie spannend sein könnte.
00:24:38: vielen dank für eure Aufmerksamkeit und auf Wiederhören.