career to go

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00:00:00: Diese Erfahrungen haben mich natürlich nicht nur finanziell unabhängig gemacht, sondern auch meine Persönlichkeit gestärkt.

00:00:06: Durch diese Doppelbelastung in Anführungsstrichen habe ich gelernt Prioritäten zu setzen, Eigenständige Entscheidungen zu treffen und natürlich auch mich in verschiedenen Arbeitsumfeldern zurechtzufinden.

00:00:18: Und heute kann ich auch im Berufsleben davon profitieren!

00:00:25: Was macht man in einem bestimmten Job?

00:00:29: Wie wird man fit für die Arbeitswelt?

00:00:34: Nicht immer verläuft der eigene Weg gradlinig oder nach Planen.

00:00:39: Manchmal sind es gerade die Umwege, Hallo und herzlich Willkommen zu Career to Go, dem Karriere-Podcast von Study Drive.

00:00:50: Mein Name ist Konstanze Mariteschner.

00:00:52: In dieser Episode ist Ebro Kazan von MSG zu Gast.

00:00:57: Sie wird über ihren außergewöhnlichen Bildungs- und Karrierveg sprechen – von schwierigen Erfahrungen in der Schulzeit über Abendschule, Berufskollege und Abendgymnasium bis hin zum Wirtschaftswissenschaftsstudium in Karlsruhe!

00:01:12: Ebru erzählt, wie sie mit Rückschlägen, Selbstzweifeln und Widerständen umgegangen ist.

00:01:17: Welche Rolle ihre Familie dabei gespielt hat?

00:01:19: Und warum Bauchgefühl-, Durchhaltevermögen- und Verantwortung für Sie so wichtig geworden sind!

00:01:25: Herzlich willkommen, Ebru!

00:01:27: Hi Kostanzer, freut mich dass ich heute hier sein darf.

00:01:30: Ich freue mich auch sehr auf das Gespräch.

00:01:32: zum Eingrooven habe ich vier fantastische Fragen vorbereitet.

00:01:37: Hier kommt die Rubrik zum Kennlernen Die Fantastischen Vier Kaffeeformel.

00:01:43: Wie sieht dein Standardgetränk im Arbeitsalltag aus und wann brachst du es am dringendsten?

00:01:50: Tatsächlich liebe ich unseren Hafermilch-Kavocino im Office, das ist direkt am Morgen auch mein absolutes Highlight.

00:01:57: Deskcheck!

00:01:59: Was liegt gerade auf deinem Schreibtisch, dass mehr über dich verrät als dein Lebenslauf?

00:02:06: Ich muss jetzt leider etwas ehrlich sein.

00:02:08: Ich weiß auch nicht, ob ich wirklich Leider sagen soll denn auf meine Schreibtisch liegt gerade ein Brokkoli Denn ich war heute in meiner Mittagspause einkaufen und ich würde sagen das zeigt ziemlich gut wie ich ticke.

00:02:20: Work-Life Blending in Echtzeit

00:02:23: Sehr vorbildlich!

00:02:24: Das gefällt mir sehr gut.

00:02:26: Inspo, welches Buchtool oder welcher Denkansatz hat dich beruflich oder persönlich zuletzt inspiriert?

00:02:33: Ich habe kürzlich von der App Be My Ice erfahren.

00:02:36: Dieser App tut sehbehinderte Menschen die Hilfe benötigen mit Freiwilligen auf der ganzen Welt verbinden und da hat mich besonders inspiriert wie einfach dieses Konzept ist.

00:02:47: das zeigt einfach dass es keine großen Ressourcen braucht sondern nur Menschen, die bereits in paar Minuten ihre Zeit zu investieren.

00:02:56: Okay voll cool!

00:02:57: Vielen Dank das schaue ich mir später auch direkt mal an.

00:03:00: Rain Reset Was hilft dir am schnellsten wenn dein Kopf nach einem langen Tag komplett voll ist?

00:03:07: Ich würde sagen kein Schnickschnack.

00:03:09: Ich koche gern, gehe spazieren, verbringe gerne Zeit mit Familie und Freunde Und das reicht doch schon völlig aus.

00:03:15: Ebru, vielen Dank für diesen kleinen Einblick auch in dein Privatleben.

00:03:19: So dass wir jetzt zum Interview übergehen können und da fangen wir am besten am Beginn an.

00:03:26: Skeziere mir doch mal deinen schulischen und beruflichen Werdegagen.

00:03:30: welche Stationen waren dort für dich besonders prägend?

00:03:33: Ich habe es gerade ja schon im Intro erwähnt das war nicht ganz gratlinig

00:03:38: Du sagst das Konstanzer.

00:03:40: Mein Werdegang war alles andere als geradlinig und es war schon immer geprägt von sehr vielen ups and downs weshalb ich etwas ausholen möchte, zwar möchte ich mit meinen Grundschulen anfangen.

00:03:51: Damals war das tatsächlich so dass sich nach der Grundschule in die Hauptschule kamen und da hatte auch wirklich das erste Gefühl viel am Platz zu sein meinem Leben.

00:04:03: Dann habe ich Gas gegeben, um dieses Gefühl auch loszuwerden.

00:04:06: Weil ich einfach auf die Realschule oder aufs Gymnasium kommen wollte.

00:04:09: Dann habe Ich Gas gegeben und meine Noten waren so super dass ich theoretisch auch auf das Gymnasum gekommen wäre.

00:04:16: Tatsächlich hat meine Lehrerin das dann damals nicht befürwortet.

00:04:20: also komme ich auf die Realschule.

00:04:22: Dann hab' ich mich erstmal wohl gefühlt.

00:04:25: Meine Schwester war damals auf dem Wirtschaftsgymnasium und ich habe von ihr dann erfahren, dass es ein sechsjähriges Wirtschafts-Gymnasium gibt, welches ab der achten Klasse anfängt.

00:04:35: Also wollte ich auf einem Wirtschafts Gymnasium wechseln und hab dadurch erneut wieder Gas gegeben.

00:04:42: Ich muss leider sagen das hat da nicht geklappt und das war auch ein harter Rückschlag damals für mich und ich fiel in der Downphase.

00:04:51: Die Downphase hat dann schon ein paar Jahre angehalten und in der zehnten Klasse habe ich dann irgendwann gemerkt, dass ich im Klassenzimmer saß.

00:05:00: Dass alle meine Klassenkameraden darüber gesprochen haben das sie jetzt einen Ausbildungsplatz haben oder sich für weiterführende Schulen beworben haben Und ich hatte einfach kein Plan für meine Zukunft.

00:05:15: Meine miserablen Noten und keine Perspektive hat dann dazu geführt, dass ich realisiert habe.

00:05:22: Mit diesen Noten könnte ich vielleicht mit Mühe und Noten Ausbildungsplatz kriegen.

00:05:27: Und das wäre ein Beruf in dem ich mich nicht sah.

00:05:31: Also musste ich mir was einfallen

00:05:33: lassen.".

00:05:39: Holbrich, ziemlich geprägt.

00:05:41: Von Rückschlägen, wie du es ja gerade auch beschreibst von Ups and Downs und ein bisschen mit so einer Schwere belastet.

00:05:47: Wie ist es dir denn trotzdem gelungen eine Vision für deine Zukunft zu entwickeln?

00:05:52: Und du beschreibste grad schon ... Du wolltest eigentlich ein bisschen mehr für dich!

00:05:56: Wie ging's da weiter?

00:05:58: Ja ich hab mir dann einen Plan geschmiedet und zwar wollte ich absichtlich meinen Abschluss sabotieren.

00:06:06: Ja, der Plan sah dann wie folgt aus.

00:06:08: Also dadurch dass wenn ich meinen Abschluss gemacht hätte hätt ich das nicht wiederholen können.

00:06:12: also wollte ich mein Abschluss sabotieren und es dann später auf dem Abendrealschule wiederholten.

00:06:19: Ich habe damals nebenbei gearbeitet gehabt und das gefiel mir immer ganz gut Und ich hab mit meinen Eltern darüber gesprochen und ich muss sagen sie standen hinter mir.

00:06:30: Sie sag natürlich ich soll mir den Konsequenzen bewusst sein Aber wenn ich die Verantwortung übernehmen könne, würden sie mich natürlich unterstützen.

00:06:39: Und Sie haben an mich geglaubt... Ich hab' an mich geglaubt also habe ich mit sechzehn diesen Plan auch umgesetzt.

00:06:45: Krass!

00:06:46: Ich bin damals da nicht in die Abschlussprüfungen rein, habe meinen Abschluss sabotiert und war dann auf der Realschule und hab nebenbei gearbeitet.

00:06:55: Dann habe ich mir hervorragenden Noten nachdem ich wieder Gas gegeben hat doch mein Realschutzabschluss gehabt.

00:07:01: Wow Nach dem Abendrealschule war es dann so, dass ich gedacht habe, das wäre doch nicht schlecht wieder in die Tagesschule zu wechseln.

00:07:09: Und ich hab mich damals an Karlsruher einem Berufskolleg angemeldet.

00:07:14: Doch relativ schnell hat mir dieses Gefühl eingeholt, Fehl am Platz zu sein und die Abendreallschule hatte mir einfach viel besser gefallen weil das war damals für alle eine zweite Chance.

00:07:27: Das war freiwillig für alle, die in diesem Klassenzimmer saßen.

00:07:32: Da war auch eine ganz andere Motivation da.

00:07:34: Und diese Motivations habe ich leider an Berufskolleg nicht erlebt und deshalb hab' ich mich dann einen Berufskolleg auch entschlossen, das nicht fortzuführen und hab mit der Berufsschule abgebrochen.

00:07:48: Ja!

00:07:48: Ich würde sagen ein weiterer Down.

00:07:50: Und ich hab aber natürlich nicht aufgegeben.

00:07:53: Ja?

00:07:53: Ich wollte grad sagen wahrscheinlich hast du es dann aber wieder für dich genutzt

00:07:56: oder?!

00:07:58: Also habe ich die zweite Chance ergriffen und hab mich am Abendgymnasium angemeldet.

00:08:03: Ich hab dann auch am Abend-Gymnasium zwei Jahre lang tagsüber Vollzeit gearbeitet, und ich drückte auch abends siebzehn bis zwanzig Uhr täglich noch den Schulfang.

00:08:14: Wow!

00:08:15: Auch da am Ende schloss sich dann eine Fachabitur von zweikommer eins ab und das war endlich wieder ein Abmoment für mich wo ich sagen kann ja ich kann jetzt studieren gehen.

00:08:26: Wow, es ist wirklich total bemerkenswert.

00:08:28: Ich bin dieses Wechselbad der Gefühle mit dir mitgegangen in diesen Recap von deiner Schulzeit.

00:08:34: Du hast es ja beschrieben Es gab ups und downs Und was ich aber besonders bemerkswert finde Ist dass du Ja schon auch so eine Art Vision von dir hattest, auch wenn sie vielleicht noch nicht so ganz klar war.

00:08:47: Aber die war klar dass du mehr erreichen möchtest und dass dich irgendwas zurückhält das du nicht zulassen möchtes.

00:08:54: Das finde ich total bemerkenswert weil ich glaube mit sechzehn hätten einige gesagt naja dann bäuge ich mich da jetzt mal in einem Schicksal und nehmt es mal irgendwie wie's kommt aber du hast es ja wirklich ganz bewusst gestaltet.

00:09:07: dennoch haben einige Erfahrungen, die du gemacht hast ja auch zu Frustration geführt.

00:09:12: Du hast es eben dann als Down auch bezeichnet.

00:09:15: Was hat dir denn geholfen aus diesem Gefühl rauszukommen und dir neue Ziele zu stecken?

00:09:22: Ich muss sagen, Frustation war in meinem Leben oft ein Begleiter und ich musste es lernen dass nach jedem Down auch einen abfolgt und das das total ein natürlicher Prozess ist.

00:09:36: aber ich muss auch dazu sagen dass auch wenn ein Abfolgt, wie steil dieser ab ist und wann es ist.

00:09:44: Das liegt meistens in unserer Hand.

00:09:46: Und ein wichtiger Bestandteil war auch, wenn man frustriert ist das ich die kleinen Erfolge wahrgenommen habe und wertgeschätzt habe.

00:09:54: Ich hab sozusagen gelernt mir selbst die Anerkennung zu geben und auch meinen Schulterklopfer zu gönnen.

00:10:01: Super schön!

00:10:03: Das hast du schon auch sehr früh für dich erkannt und entwickelt, was man ja irgendwie fast in so Ratgeberbüchern lesen kann.

00:10:11: Also sich selbst die Anerkennung zu zeigen, die es dann verdient hat – da als entscheidender Baustein finde ich total wichtig!

00:10:21: Wie wichtig war dir auch die Unterstützung von außen bzw welche Rolle spielte dein eigener Antrieb?

00:10:30: Ich habe Eltern, die mich nie dazu gezwungen haben zu lernen oder bestimmte Entscheidungen zu treffen.

00:10:37: Aber was mich sehr geprägt hat war das Sprichwort meiner Mutter, dass mich seit tatsächlich meiner Kindheit begleitet und dass sie immer wieder mir ans Herz gelegt hat.

00:10:47: Und zwar hat sie gesagt du Ebro wenn du studierst dann machst du das an erster Stelle für dich weil du natürlich am meisten davon profitieren wirst.

00:10:56: An zweiter Stelle machst du es für uns, weil wir dann stolz auf dich sein können.

00:11:00: Und an dritter Stelle machst Du es für die Gesellschaft.

00:11:04: was bedeutet?

00:11:05: Für die Gesellschaft?

00:11:06: das möchte ich kurz mit einem Beispiel erläutern und zwar meine Mutter kann kein Deutsch sprechen und in dem Dorf wo wir gewohnt haben gab's einen türkischsprachigen Hausarzt.

00:11:18: jedes mal nachdem wir dann besucht hatten bei den Hausarzen hat sie tatsächlich immer wieder betont, wie dankbar sie ist dass es ihnen überhaupt gibt.

00:11:27: Und ich muss sagen vielleicht weiß dieser Arzt gar nicht welchen großen Einfluss er auf Menschen wie meine Mutter hat aber für uns war sein Beitrag enorm und ich muss auch sagen somit wurde mir bewusst dass Bildung nicht nur ein persönlicher Gewinn ist, sondern auch eine Möglichkeit etwas zurückzugeben.

00:11:46: Und es kann sein, dass man was in die Familie zurückgibt oder an die Gesellschaft.

00:11:51: manchmal ist ein Nachbar davon betroffen.

00:11:53: Das Sprichwort meiner Mutter war für mich einerseits ein starker Motivator aber ich muss auch sagen auf der anderen Seite war das zwischen meinen Eltern und mir die perfekte Balance zwischen Verantwortung und Vertrauen.

00:12:08: Sie haben einfach Vertrauen gezeigt Und ich dagegen hatte die Verantwortung und dieses Gleichgewicht hat mich halt immer dazu inspiriert, meinen eigenen Weg zu gehen.

00:12:18: Ja auch in schwierigen Zeiten.

00:12:21: Vielen Dank für diese kleine persönliche Geschichte!

00:12:23: Das finde ich sehr berührend und auch ein sehr schönes Bild der Verantwortung, die wir da alle haben wenn wir unsere Zukunft auch gestalten.

00:12:31: das finde ich total schön.

00:12:33: Nach der Abendschule ging es für dich Daniel weiter über Berufskolleg- und Abendgymnasium bis hin zum Fachabitur.

00:12:40: Was hatte ich denn immer wieder motiviert, weiterzumachen?

00:12:45: Ja, diesmal möchte ich mal kurz und knapp antworten.

00:12:48: Ich hatte einfach das Gefühl, Fehl am Platz zu sein – und das hat eigentlich gereicht um weiterzumachen.

00:12:54: Manchmal habe ich schneller weitergemacht, manchmal langsamer.

00:12:57: Heute würde ich sagen fühle ich mich wohl an meinem Platz.

00:13:01: Am Ziel angekommen bin ich noch nicht!

00:13:03: Ich möchte mich noch weiterentwickeln aber wohl fühle.

00:13:08: Was ich auch sehr bemerkenswert finde, ist dass du neben der Schule und dem Studium immer noch gearbeitet hast.

00:13:13: Wie hast du denn diese Doppelbelastung wahrgenommen?

00:13:17: War das für dich so belastend wie ich es einschätze?

00:13:20: Ich habe ja vorhin schon davon erzählt, dass zwischen meinen Eltern mir eine perfekte Balance zwischen Verantwortung und Vertrauen war.

00:13:28: Und das war nicht nur schulisch sondern auch finanziell.

00:13:31: Das war so, dass ich sehr früh schon mein eigenes Geld verdienen wollte nach meinen eigenen Vorstellungen ausgeben zu können.

00:13:41: Und deshalb habe ich dann parallel zu meinen akademischen Stationen immer gearbeitet, ich hab klassisch wie man es kennt mit dreizehnt Jahren angefangen Zeitung zuzustellen und später habe ich am Band gearbeitet danach Kelllerin.

00:13:56: im Studium hatte ich dann HIV Job.

00:13:57: tatsächlich war ich auch Obertatorin in Mathe.

00:14:01: Im Anschluss hatte ich noch Praktikum bei Porsche und Werkstudententätigkeit Und zuletzt hatte ich dann vor meinen Berufseinstieg eine Stelle als Werkstudentin in der IT-Brauche.

00:14:12: Ich muss sagen, diese Erfahrungen haben mich natürlich nicht nur finanziell unabhängig gemacht sondern auch meine Persönlichkeit gestärkt.

00:14:19: Durch diese Doppelbelastung in Anführungsstrichen habe ich gelernt Prioritäten zu setzen Eigenständige Entscheidungen zu treffen und natürlich auch mich in verschiedenen Arbeitsumfeldern zurechtzufinden.

00:14:31: Heute kann ich auch im Berufsleben davon profitieren.

00:14:35: Aus unserem Vorgespräch weiß ich, dass du auch einen Auslandssemester gemacht hast bzw.

00:14:41: Erfahrungen im Ausland gesammelt hast in Taiwan, in Spanien und in Finnland.

00:14:47: Was hast du aus diesen Auslandsaufenthalten für dich und deine weitere Entwicklung mitgenommen?

00:14:54: Tatsächlich habe ich ein Auslandssemester in Taiwan gemacht.

00:14:57: Das war damals die erste große Reise für mich und das dann noch alleine, für sechs Monate am anderen Ende der Welt.

00:15:06: Ich war damals in einem Wohnheim untergebracht, es war circa fünfzehn Quadratmeter groß.

00:15:15: Ja und ich muss auch dazu sagen, ich habe davor nie alleine gewohnt.

00:15:19: Ich hab immer gependelt.

00:15:20: das hat mir dann einfach gezeigt wie wichtig Rücksichtsname ist Anpassungsfähigkeit und dass Leben in einer Gemeinschaft ist.

00:15:28: Das war natürlich für mich eine Herausforderung.

00:15:30: Ich hatte sprachliche Barrieren Und das hat mich extrem aus der Komfortzone geholt aber auch gleichzeitig enorm gestärkt.

00:15:39: Du hast auch noch Spanien und Finnland erwähnt.

00:15:42: Tatsächlich waren das eher kürzerer Aufenthalte, die ich da im Rahmen meines Studiums hatte.

00:15:47: Das waren Projekte- und Wettbewerber an Universitäten und Städten.

00:15:51: Da habe ich gelernt einfach in den internationalen Teams zu arbeiten und auch interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln.

00:15:59: Und ich muss auch sagen durch das Studium habe ich das Reisen für mich entdeckt.

00:16:04: Ich war bisher über fünfundzwanzig Ländern einfach dabei gelernt, dass zwischenmenschliche Beziehungen geschätzt werden sollten und auch für mich in unbeerkannten oder schwierigen Situationen Lösungen zu finden weil es natürlich nicht immer nach dem Plan läuft.

00:16:20: Und wenn ich vielleicht etwas mitgeben kann was ich so für mich festgestellt habe ist Ich habe mir immer gedacht ich hab mein Studium nicht den Regelstudienzeit beendet Aber ich habe mir immer gedacht, ich hab noch vierzig Jahre Zeit um zu arbeiten.

00:16:35: Deshalb war es für mich wichtig das Studium nicht nur als ein Mittel zum Abschluss zu sehen sondern als eine Chance um mich persönlich weiterzuentwickeln.

00:16:44: und ob man dann zusätzlich aus Auslandssemester macht oder ein freiwilliges Praktikum Das ist kein Verlust sondern eher ein Winn was meiner Meinung nach am besten jeder mitnehmen

00:16:55: sollte.".

00:16:55: Ja das ist eine sehr gute und eine sehr wichtige Haltung.

00:16:59: Wie gehst du heute mit schwierigen Situationen oder auch herausfordernden Personen im Arbeitskontext um?

00:17:06: Du hast ja da eben schon einige Erfahrungen dann machen dürfen, die dich da sicherlich bewegen das anders zu händeln.

00:17:13: Oder was denkst du?

00:17:15: Ich sehe das Leben nicht nur schwarz und weiß.

00:17:18: Da fällt mir gerade ein Beispiel ein.

00:17:20: Während in Deutschland Trinkgeld üblich ist es in Japan beispielsweise unhöflich.

00:17:26: Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters und dieser Erkenntnis hilft mir persönlich in schwierigen Situationen pragmatisch zu handeln.

00:17:35: Ein weiterer Punkt ist die Ehrlichkeit, ich mag es ehrlich zu sein und auch Menschen gegenüber zu haben, die zu mir ehrlich sind.

00:17:43: das kann man natürlich etwas falsch interpretieren.

00:17:47: deshalb möchte ich sagen Es geht nicht darum andere unter dem Vorwand der Offenheit zu kritisieren oder umgefältert die Meinung zu äußern, sondern für mich bedeutet Ehrlichkeit mehr auch die eigenen Schwächen einzugestehen und sei es wenn ich mal beispielsweise Unterstützung brauche.

00:18:07: Oder wenn ich merke dass ein Umgang oder Verhalten mir gegenüber nicht korrekt war das sich dann auch wirklich anspreche.

00:18:15: und Ich muss sagen Das wird immer wertgeschätzt und Es schafft auch Vertrauen.

00:18:21: was ich aber auch sagen muss, jetzt real talk.

00:18:25: Dass nicht jeder Situation lösbar ist.

00:18:28: also ich hatte auch eine Phase in meinem Leben wo ich nach langem überlegen meine Kündigung eingereicht habe.

00:18:34: Ich hab davor versucht zu sprechen, ich hab versucht damit selber klarzukommen und so weiter und sofort.

00:18:41: Aber ich hab einfach keinen Ausweg mehr gesehen Und hab dann meine Künstigung eingereiht.

00:18:46: und erst im Anschluss Nachdem ich gemerkt habe, okay jetzt kann ich vielleicht auch von der Reden weil jetzt ist schon alles rum.

00:18:55: Haben wir gegenseitig mit damals meinen vorgesetzten ehrliches Gespräch gehabt und nach diesem Gespräch wurde ich wieder eingestellt und das mit einer Sanda Auszahlung und plus fünfundzwanzig Prozent Lohnerhöhungen.

00:19:08: nicht

00:19:09: schlecht also lässt sich ja doch alles lösen.

00:19:12: Ja, ich hatte mal wieder Glück im Unglück.

00:19:15: Aber ich kann sagen manchmal muss man einfach das Handtuch auch werfen und dass ist dann auch okay.

00:19:21: also das hätte nicht so ausgehen müssen aber das wäre dann tatsächlich auch ok.

00:19:25: Das Leben läuft nicht immer wie geplant Und deshalb kann ich auch kurz gefasst einfach nur sagen für mich geht es darum pragmatisch und ehrlich auch mit Herausforderungen umzugehen aber auch zu akzeptieren Dass nicht alles lösbar ist.

00:19:38: Welche Rolle spielen dein Bauchgefühl beziehungsweise Intuition bei deinen beruflichen Entscheidungen?

00:19:44: Es kam jetzt schon immer mal so ein bisschen zu tragen, aber ich finde dem können wir noch einmal einen Gedanken mehr widmen.

00:19:50: Ja, das konnte man schon ein bisschen raushören.

00:19:52: Mein Bauch Gefühl ist mein treuester Wegweiser und ich denke dass auch irgendwo jeder Mensch weiß was einem gut tut und was man eigentlich tun sollte.

00:20:02: in der Regel ist es so, dass unsere Ängste uns zurückhalten sei's dass wir Angst haben, etwas zu verlieren oder die falsche Entscheidung zu treffen.

00:20:10: Aber ich muss auch sagen das Leben besteht nicht aus Sackgassen sondern aus Zweigen und selbst wenn man mal den falschen Zweig gewählt hat kann man im nächsten Schritt wieder den richtigen Weg finden.

00:20:23: Aus dem Grund kann ich sagen für mich bedeutet... Intuition auch mutig zu sein und darauf zu vertrauen, dass man auch mit den Konsequenzen der Entscheidungen einfach mal umgeben kann.

00:20:34: Ich versuche aber auch natürlich gleichzeitig so eine Balance zwischen Intuition und Rationalität zu finden.

00:20:40: Ja mein Bauchgefühl ist mein treuester Wegweiser.

00:20:43: Aber ich ergänze dies durch rationale Überlegungen und diese Kombination hilft mir persönlich die richtigen Entscheidungen zu treffen.

00:20:51: und egal ob es die Richtige war oder ob's in dessens learned

00:20:56: Offenbar hast du ja auch viele richtige Entscheidungen getroffen, denn heute bist Du IT-Konsultant bei MSG.

00:21:02: Was war dir bei der Wahl deines Arbeitgebers besonders wichtig?

00:21:07: Tatsächlich war für mich das Unternehmen die Arbeit und das Team sehr wichtig.

00:21:12: Ich mache mir immer bewusst, dass wir acht Stunden am Tag mit der Arbeit verbringen und das ist doch mehr Zeit als das was wir mit unserem Partner verbringen.

00:21:22: Mit der Familie oder auch privat mit unseren Hobbys beispielsweise.

00:21:27: Und bei der MSG habe ich mein erstes Gespräch damals mit meinem derzeitigen Abteilungsleiter und zwei Teamleitern gehabt.

00:21:34: Das Gespräch war so informativ angenehm ehrlich herzlich.

00:21:39: danach konnte ich mich auch sofort vorstellen Personen in diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten.

00:21:44: Und ja, heute bin ich schon seit knapp drei Jahren bei der MSG.

00:21:49: Ich habe an keinem Tag meine Entscheidung bereut und ich muss auch wirklich sagen das ist auch wirklich ehrlich gesagt wir sind eine große Familie mit über Zehntausend Persönlichkeiten bei der msg und genau dieses Gefühl dazugehörigkeit macht für mich den großen Unterschied und ich möchte auch nochmal auf das Sprichwort von meiner Mutter zurückgreifen.

00:22:11: Das begleitet mich bis heute, ich bin an einem Punkt in meinem Leben angekommen, an dem ich stolz auf mich bin und meine Eltern stolz sind und ich durch die MSG vielleicht heute sogar jemanden inspirieren

00:22:24: konnte.".

00:22:26: Ebro, vielen Dank!

00:22:27: Das war ein sehr schöner Schlusssatz.

00:22:29: Ich bin sehr gerührt und ich bin mir sicher dass du das konntest, dass du heute jemanden inspirieren konntes durch deinen Weg mit allen ups and downs und ja dann auch diesem erfolgreichen Ausgang.

00:22:42: Ich glaube dass sich viele damit identifizieren können, dass nicht immer eben alles nach Plan verläuft und ja man irgendwie lernen muss mit der Situation umzugehen und ich fand es einfach sehr empowernd Wie du es erzählt hast, wie du es gezeigt hast.

00:22:54: Wie es dir gelungen ist und ja sicherlich geht das auch an den anderen ans Herz und die fühlen sich davon motiviert.

00:23:02: Vielen vielen Dank!

00:23:03: Ich danke dir Constanze.

00:23:06: Liebe Hörerinnen ich bin mir sicher dass ihr dieses Interview genauso empowernd fandet.

00:23:11: heute ging es nicht so sehr um die Arbeit von EBU bei MSG, sondern ihren Weg dahin.

00:23:17: Ich durfte mich aber auch schon mit ganz vielen anderen Mitarbeiterinnen von der MSG unterhalten.

00:23:21: Die links dazu packe ich euch in die Shownots so dass ihr euch nochmal ein umfassenderes Bild machen könnt!

00:23:28: Ich freue mich wenn ihr die Episode weiter empfehlt, wenn ihr dem Podcast abonniert und auch gerne einen Kommentar da lasst.

00:23:35: Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

Über diesen Podcast

Welcher Job passt zu mir? Welche Berufe gibt es? Wie finde ich meine Berufung? Praktikum oder Traineeship? Im Karriere-Podcast von Studydrive – Europas größte Studierendenplattform mit über 3 Millionen Studierenden – werden diese Fragen beantwortet. Lass dich von Menschen inspirieren, die exklusive Insights aus unterschiedlichen Unternehmen teilen und dabei wertvolle Ratschläge für deine berufliche Orientierung geben! Von Bewerbungstipps, über Gehaltsvorstellungen bis hin zu praktischen Learnings. Bei career to go sprechen Menschen aus den unterschiedlichsten Branchen. Reinhören, inspirieren lassen, weitersagen!

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